RWE/VEW erwarten grünes Licht für die Fusion

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com
Die RWE AG, Essen, und die VEW AG, Dortmund, sind sich - nach eigenen Angaben - grundsätzlich mit dem Bundeskartellamt über die Auflagen für die Freigabe des Zusammenschlusses einig. Die Fusion auf RWE (neu) würde damit wie geplant mit wirtschaftlicher Rückwirkung zum 1.Juli 2000 erfolgen können. Die bereits beschlossene Neuorganisation des RWE-Konzerns wird derzeit konsequent mit Hochdruck umgesetzt. Die Besetzung der führenden Managementpositionen ist erfolgt. RWE (neu) soll bereits zum 1.Oktober 2000 operativ an den Start gehen. Das durch den Zusammenschluss errechnete Einsparpotential in Höhe von 725 Millionen Euro p.a. wird auch nach der Veräußerung von Beteiligungen erreicht werden. RWE wird alle im VIAG-Konzern gehaltenen VEW-Aktien von rund 20 Prozent erwerben.


Die Konditionen des zur Fusion erforderlichen Aktientausches für die Aktionäre der RWE (neu) würden günstiger: Da der Erwerb der VEW-Anteile von VIAG über die Abgabe von Beteiligungen erfolgt, müssen relativ wenig neue Aktien ausgegeben werden. Unter Berücksichtigung des derzeitigen Aktienrückkaufprogramms wird sich die Gesamtzahl der RWE-Aktien durch die Fusion nur um rund 5 Prozent erhöhen. Im Strombereich werden sich RWE/VEW gemeinsam mit VEBA/VIAG von ihren Anteilen an der VEAG Vereinigte Energiewerke AG, Berlin, und der Lausitzer Braunkohle AG (Laubag), Senftenberg, trennen. Die RWE-Beteiligung von 63 Prozent an dem ostdeutschen Regionalversorger ENVIA Energie Sachsen Brandenburg AG, Chemnitz, wird RWE an einen Käufer der VEAG zu einem marktangemessenen Preis anbieten. Zieht der Käufer der VEAG-Anteile jedoch eine Absatzgarantie vor, wird RWE eine Abnahmegarantie von 10,6 Milliarden kWh jährlich bis Ende 2007, die sich ab dem Jahr 2004 um jährlich 10 Prozent verringert, geben. Der Regionalversorger MEAG, Halle, wird eine entsprechende Absatzgarantie von 3,5 Milliarden kWh jährlich leisten. Die Anteile an der rhenag Rheinische Energie AG, Köln, werden RWE/RWE Energie (54 Prozent) und VEBA/ Thüga (41 Prozent) entsprechend dem Verhältnis ihrer Beteiligung aufteilen. Zusätzlich überträgt RWE ihre im Konzern gehaltenen Anteile (etwa 50 Prozent) an der Bayerische Wasserkraftwerke AG, München, auf VEBA/VIAG.

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