Strom aus Hüttengase

RWE verlängert Zusammenarbeit mit Hüttenwerken

Der RWE-Konzern und die Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH (HKM) verlängern die bestehende Zusammenarbeit in Duisburg bei der Umwandlung von Hüttengas in Strom und Dampf bis zum Jahr 2024. Dies teilte die RWE Energy AG am Mittwoch in Dortmund mit.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Essen (ddp-nrw/red) - Bei der Stahlproduktion fallen den Angaben zufolge in den Hochöfen und der Kokerei überschüssige niederkalorische Gase - sogenannte Hüttengase - an. Seit 1976 werden diese Hüttengase im RWE-Kraftwerk Huckingen in Strom und Dampf umgewandelt.

Durch die Nutzung der Hüttengase zur Stromerzeugung wird der Ausstoß von rund 1,5 Millionen Tonnen Kohlendioxid vermieden. Diese Menge entspricht dem Strombedarf von rund 570.000 Haushalten. Außerdem werden die in den Jahren 1976/77 errichteten Kraftwerksblöcke mit neuer Leittechnik modernisiert und der Wirkungsgrad der Dampfturbinen gesteigert.

"Wir freuen uns, die bewährte Zusammenarbeit mit HKM über weitere 15 Jahre fortsetzen und dabei einen Beitrag zum Schutz der Umwelt leisten zu können", sagte der Geschäftsführer Vertrieb von RWE Key Account, Martin Glimpel. Die RWE Key Account GmbH bündelt sämtliche Aktivitäten innerhalb der RWE Energy-Gruppe rund um industrielle Großkunden und ist die verantwortliche Fachvertriebsgesellschaft für rund 400 industrielle Großkunden des RWE-Konzerns.

Das könnte Sie auch interessieren
  • München

    Oktoberfest: Riesiger Strombedarf wird mit Ökoenergie gedeckt

    Auf dem Münchener Oktoberfest verbrauchen Fahrgeschäfte und Buden die Strommenge einer Kleinstadt. Immerhin: Seit 2012 wird für die Energieversorgung ausschließlich Ökostrom und -gas bereitgestellt.

  • Kohlebergbau

    Kohlekraftwerke erhalten doch eine Abwrackprämie

    Obwohl Wirtschaftsminister Gabriel einst sogar die Strafabgabe für alte Kohlekraftwerke in Erwägung gezogen hatte, ist er von diesem Kurs wieder komplett abgekommen. Die Betreiber der Kohlemeiler werden sieben Jahre lang von den Stromkunden mit Milliarden Euro beim Kohleausstieg unterstützt.

  • Hochspannungsleitung

    RWE koppelt Höchstspannungsnetz ab

    Energieriese RWE will schon im ersten Halbjahr 2009 sein Höchstspannungsnetz vom Rest des Unternehmens abkoppeln und damit eine der zentralen Forderungen aus Brüssel erfüllen. Der Hauptsitz des Unternehmens bleibt Dortmund, es soll eine konsquente Trennung von den anderen Unternehmen geben.

  • Stromnetz Ausbau

    RWE: CO2-Abscheidung würde Strompreise dämpfen

    Die Ausrüstung von Kohlekraftwerken mit CCS- Technologie würde langfristig die Strompreise entlasten. Einer Studie der Prognos AG im Auftrag von RWE kommt zu dem Ergebnis, dass die Großhandelspreise durch den Einsatz von CCS bis 2020 bis zu 22 Prozent niedriger seien als ohne die CO2-Abscheidung.

  • Stromtarife

    RWE: Schon 100.000 Kunden für ProKlima-Tarif

    Der Energiekonzern RWE hat bislang 100.000 Kunden für sein neues Produkt "ProKlima Strom 2011" gewonnen. Die NRW-Grünen kritisieren das Angebot jedoch scharf. "RWE führt unter dem irreführenden Label 'ProKlima' den ersten Atomstrom-Tarif in Deutschland ein", teilte Grünen-Landeschef Arndt Klocke mit.

Top