Portfoliobereinigung

RWE verkauft verschiedene Beteiligungen

Der Energiekonzern RWE hat sich im Rahmen der Konzentration auf das Kerngeschäft von verschiedenen Beteiligungen getrennt. So verkaufte RWE Umwelt das britische Tochterunternehmen Thames Waste Management Ltd., RWE Energy hat die Beteiligungen an Motor-Columbus und Aare Tessin abgestoßen.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Viersen/London/Dortmund (red) - Die RWE Umwelt AG (Viersen) setzt ihre Strategie der Konzentration auf das Kerngeschäft Abfall und Recycling im Heimatmarkt Deutschland fort und zieht sich aus dem operativen Geschäft in Großbritannien zurück. Das Unternehmen hat seine 100-prozentige Beteiligung an der Thames Waste Management Limited (TWM) verlauft. Käufer ist das britische Entsorgungsunternehmen Viridor Waste Management Limited (Viridor).

Die Aktivitäten von TWM konzentrieren sich auf den Großraum London und umfassen die Behandlung, Aufbereitung und Entsorgung von festen und flüssigen Abfällen sowie die Verwertung von Deponiegasen. Viridor mit Sitz in Taunton zählt mit einem Umsatz von umgerechnet knapp 223,5 Millionen Euro (2003) und 940 Beschäftigten zu den zehn größten Entsorgungsunternehmen in Großbritannien.

Gleichzeitig wurde bekannt, dass auch RWE Energy Beteiligungen außerhalb Deutschlands abgestoßen hat: Für 269 Millionen Euro hat die Schweizer Großbank UBS 20 Prozent am schweizerischen Energieversorger Motor-Columbus und 1,23 Prozent am schweizerischen Stromhändler Aare Tessin (Atel) gekauft.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Brexit

    Stromfirmen und Klimaschutz: Mögliche Brexit-Folgen für den Energiemarkt

    Eon und RWE erwarten keine größeren Konsequenzen wegen des Brexits für ihr Stromgeschäft in Großbritannien. Beide Unternehmen sind in größerem Maße auf der Insel vertreten. Im Energiebereich bereitet aber der CO2-Handel Experten Sorgen.

  • Atomenergie

    Atommüll im Meer: 480 Fässer aus Deutschland

    Über Jahrzehnte haben Großbritannien, Deutschland und andere Staaten Fässer mit Atommüll im Meer versenkt. 480 dieser Fässer kämen aus Deutschland, gab die Bundesregierung jetzt auf Anfrage bekannt. Die beteiligten Staaten sehen keinen Handlungsbedarf, weil es sich nicht um hoch radioaktiven Müll handele und keine Emissionen festzustellen seien.

  • Hochspannungsleitung

    Dr. Georg Müller zum VSE-Vorstandsmitglied bestellt

    Als Nachfolger von Dr. Werner Roos wurde kürzlich Dr. Georg Müller in den Vorstand des Saarbrücker Energieversorgers VSE AG berufen. Vor seiner neuen Aufgabe, bei der er von Leo Petry unterstützt wird, leitete der promovierte Jurist zuletzt den Bereich Recht der RWE AG. Roos indes wechselt in den Vorstand der neuen RWE Energy AG.

  • Hochspannungsmasten

    Europäische Energieunternehmen setzen auf Expansion und Energiehandel

    Wie die Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers jetzt herausgefunden hat, haben sich Electricité de France (EDF), E.ON und RWE als führende europäische Anbieter in der Energiebranche etabliert. Zudem hat die Branche weniger Umsatz mit traditionellen Geschäftsbereichen erwirtschaftet.

  • Energieversorung

    RWE startet neue Onlinewelt

    Mit einem nagelneuen und verbesserten Internetauftritt startet der Essener RWE Konzern ins neue Jahr. Die Seiten bieten einen schnellen und umfassenden Überblick über alle Produkte und Dienstleistungen des Konzerns in den Sparten Strom, Gas, Wasser, Abwasser, Abfall und Recycling.

Top