Neue Gaslieferanten

RWE unterzeichnet Gasvertrag in Turkmenistan

Mit einem Gasabkommen des RWE-Konzerns in Zentralasien ist Deutschland bei der Suche nach Alternativen zu russischen Lieferanten einen Schritt vorangekommen. Der Energieversorger RWE unterzeichnete mit dem Staat Turkmenistan ein Abkommen über Erkundungs- und Förderrechte im Kaspischen Meer

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Aschchabad/Hamburg (afp/red) - RWE erhält für bis zu sechs Jahre die Erkundungsrechte, so eine Sprecherin von RWE-Dea. Sobald der Konzern Gasvorkommen entdeckt, erhält er für bis zu 25 Jahre die Förderrechte.

Das an Bodenschätzen reiche Turkmenistan liefert bisher praktisch sein gesamtes Exportgas an den russischen Energieriesen Gazprom. Zuletzt hatte es aber Spannungen mit dem Nachbarland gegeben. Turkmenistan strebt seit längerem danach, unabhängiger von Russland zu werden und bekundete kürzlich auch sein Interesse, am europäischen Pipeline-Projekt Nabucco teilzunehmen. Die Europäische Union will mit diesem Vorhaben ihre Abhängigkeit von russischem Gas verringern.

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