"Meilenstein"

RWE und Siemens bauen gasisolierte Hochspannungsleitung

RWE und Siemens haben am Montag mit dem Bau einer gasisolierten Hochspannungsübertragungsleitung (GIL) in Kelsterbach begonnen. Siemens sprach dabei von einem "Meilenstein" auf diesem Gebiet. Die Übertragungsverluste seien bei GIL-Systemen deutlich geringer als bei bisherigen Leitungen.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Kelsterbach (ddp-hes/red) - Die GIL soll nach Angaben der Unternehmen eine etwa ein Kilometer lange Hochspannungsfreileitung ersetzen. Wegen des Baus der geplanten Landebahn Nordwest müssten die Oberleitungen unter die Erde verlegt werden, um den künftigen Flugverkehr nicht zu beeinträchtigen. In Betrieb gehen soll die aus zwei mal drei Rohren bestehende GIL-Verbindung im Frühjahr des kommenden Jahres.

Die Kelsterbacher GIL-Leitung ist für Siemens ein "Meilenstein" auf dem Gebiet der gasisolierten Hochspannungsleitungen, teilte das Unternehmen am Montag mit. RWE will in dem Pilotprojekt zusammen mit Siemens GIL als eine Alternative zu Kabellösungen erproben. GIL ist den Angaben zufolge eine Weiterentwicklung der Rohrleitertechnik.

Gasisolierte Höchstspannungsleitungen bestehen aus einem Leiterrohr und einem Mantelrohr aus Aluminium. Die Übertragungsverluste seien bei GIL-Systemen deutlich geringer als bei Freileitungen oder herkömmlichen Kabeln im Erdreich, teilten beide Konzerne mit.

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