Startschuss

RWE und MVV legen mit Powerline los

Für RWE- und MVV-Kunden hat gestern ein neues Zeitalter begonnen: Sie können für Preise zwischen 49 und 249 DM über die Steckdose im Internet surfen. Die sogenannte "Powerline"-Technologie besticht vorallem durch ihre Geschwindigkeit.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com
Seit gestern können interessierte Internetnutzer in Mülheim, Essen und Mannheim über ihren Stromanschluss im Internet surfen. Sowohl der Essener Energiekonzern RWE als auch der Mannheimer Regionalversorger MVV Energie AG haben den Startschuss für die sogenannte "Powerline"-Technologie, das Internet aus der Steckdose, gegeben.

Bisher können im RWE-Gebiet 250 Kunden und im Gebiet der MVV 450 Kunden den superschnellen Internetzugang nutzen. Powerline verspricht eine Übertragungsgeschwindigkeit von zwei Megabit pro Sekunde, das ist 32-mal so schnell wie ISDN. Nicht geklärt ist bisher allerdings, wie sich die Anzahl der Nutzer auf die angegebene Geschwindigkeit auswirkt. Kritiker befürchten eine rapide Abnahme der Bandbreite, wenn mehrere User gleichzeitig im Internet surfen. Dennoch: Die Unternehmen sehen in "Powerline" einen Kassenschlager und erwarten bis Ende des Jahres 20 000 (RWE) und 40 000 (MVV) Neukunden. Die Preise liegen zwischen 49 und 249 DM, wobei Gebühren vor das bearbeitete Datenvolumen noch hinzu kommen. Auch darin sehen Experten einen Nachteil: Während das Telekom-Konkurrenzprodukt DSL eine "echte" Flatrate ist, also keine Extrakosten beispielsweise für einen Download vorsieht, erfolgt die Abrechnung bei Powerline volumenabhängig. Wer mehr Daten bearbeitet, muss auch mehr zahlen.

Nach Angaben der Energieversorger ist bei der Schnelligkeit jedoch das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. RWE erwartet einen Anstieg der Bandbreite auf über zehn Megabit pro Sekunde und will dann zu gewissen Zeiten auch einen uneingeschränkten Download anbieten.

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