Zusammarbeit

RWE und ELECTRABEL bauen Kraftwerk für BASF in Antwerpen

Gemeinsam stärker: RWE und ELECTRABEL werden gemeinsam ein Gas- und Dampfturbinenkraftwerk in Antwerpen bauen, um das dortige BASF-Werk mit Prozessdampf zu versorgen. Das Projekt kostet etwa 200 Millionen Euro.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

RWE und Electrabel haben heute in einem Konsortium einen umfassenden Vertrag mit ihrem Kunden BASF zur Dampfversorgung des BASF-Produktionsstandortes in Antwerpen unterzeichnet. Beide Partner versorgen BASF bereits jeweils mit bis zu 150 Megawatt an elektrischer Leistung.

Bereits im März 1999 unterzeichneten RWE und Electrabel auf Wunsch von BASF ein "Memorandum of Understanding", in dem sie sich verpflichteten, für die Erzeugung elektrischer Energie am Standort ein Joint Venture zu bilden. Nach einem harten Wettbewerb um die Energieversorgung ihres Werkes in Antwerpen hatte BASF entschieden, den Auftrag je zur Hälfte an RWE und Electrabel zu vergeben. Vor diesem Hintergrund haben die beiden Energieversorgungsunternehmen nunmehr beschlossen, gemeinsam in den Bau eines ersten Gas- und Dampfturbinenkraftwerks (GuD) mit einer Leistung von 400 Megawatt zu investieren, aus dem Dampf ausgekoppelt wird, um den Bedarf des Kunden von bis zu 300 Tonnen Prozessdampf pro Stunde zu decken. Die Partner des Konsortiums werden die Stromerzeugung, die über den Bedarf der BASF hinaus geht, vermarkten. Das Kraftwerk wird ab Ende 2002 am BASF-Standort errichtet. Die Fertigstellung ist für 2004 geplant. Die Gesamtinvestitionen liegen bei etwa 200 Millionen Euro. Die Möglichkeit der Errichtung eines zweiten Blocks wird 2002 vor dem Hintergrund des dann bestehenden Marktumfelds geprüft.

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