Annäherung

RWE-Umstrukturierung: Gas-Aktionäre werden kompromissbereiter

Zum 1. Oktober soll der Energiekonzern RWE eine neue Struktur erhalten. Um Kosten zu sparen, werden beispielsweise die bisher 13 Führungsgesellschaften halbiert. Den kommunalen Aktionären von RWE Gas passt das allerdings nicht und sie leisten erbitterten Widerstand. Jetzt soll es eine Annäherung gegeben haben.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Im Streit zwischen der RWE-Führungsetage mit den Gas-Aktionären um die Umstrukturierung des größten deutschen Energiekonzerns hat es Medienberichten zufolge eine Annäherung gegeben: Die Fronten seien nicht mehr so verhärtet, dass konstruktive Gespräche stattfinden können, berichtet beispielsweise das Handelsblatt und beruft sich dabei auf verhandlungsnahe Kreise.

Der Niederländer Harry Roels hatte im März den Vorstandsvorsitz von Dietmar Kuhnt übernommen und bereits im Mai einen radikalen Konzernumbau angekündigt. Ende Juni wurde dann die neue Konzernstruktur vorgestellt. Der Umbauplan sieht u.a. die Verringerung der Anzahl der Führungsgesellschaften von 13 auf sieben vor. Alle sieben Führungsgesellschaften firmieren erstmalig geschlossen unter der Dachmarke RWE. Dagegen leisten die kommunalen Aktionäre von RWE Gas erbitterten Widerstand, weil RWE Gas mit RWE Plus und RWE Net zu RWE Energy zusammengelegt werden soll. Bei der Vorstellung des Halbjahresergebnisses Mitte August hatte Roels angekündigt, die neue Struktur planmäßig zum 1. Oktober umsetzen zu wollen. Das Gasgeschäft könne dann zu einem späteren Zeitpunkt integriert werden.

Nach konstruktiven Gesprächen mit RWE-Vorstandsmitglied Gert Maichel wollen sich die kommunalen Aktionäre nun Anfang September erneut treffen und über das weitere Vorgehen entscheiden. Das Angebot, die Gas-Beteiligung gegen einen Anteil an einer der neuen Vertriebsgesellschaften zu tauschen, hatten sie abgelehnt.

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