Zu hoher Preis

RWE stoppt Enea-Übernahme bis auf Weiteres (Upd.)

Der Essener Energieversorger RWE hat die geplante Übernahme des polnischen Versorgers Enea zunächst gestoppt. Man werde derzeit kein verbindliches Angebot für die zum Verkauf stehenden Anteile von Enea abgeben, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Düsseldorf/Essen (ddp/red) - Nach eingehender Analyse sei man zu dem Schluss gekommen, dass "der mögliche Angebotspreis nicht den derzeitigen Markterwartungen entsprechen würde", hieß es. Dennoch bestehe weiterhin "großes Interesse am polnischen Markt".

Erst zu Wochenbeginn hatte die französische GdF Suez ebenfalls Interesse an dem derzeit noch vom polnischen Staat gehaltenen Anteil von 67 Prozent an Enea bekundet. Zurzeit prüfe der französische Wettbewerber die Bücher der Enea. Polen will sich noch in diesem Jahr von seinem Aktienpakt trennen.

Aufgrund der geplanten Übernahme hatte sich der Kurs der Enea-Aktie in den vergangenen Wochen nach Medienangaben auf zwischenzeitlich 24 Zloty (5,67 Euro) nahezu verdoppelt. Mittlerweile notiere sie bei 21 Zloty. Während RWE diesen Preis nicht zu zahlen bereit sei, wolle die polnische Regierung noch einen Aufschlag. Insgesamt liege der aktuelle Börsenwert bei rund 2,3 Milliarden Euro.

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