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RWE Solutions modernisiert Kraftwerk Maritza-Ost III

RWE Solutions wird in den kommenden Jahren das bulgarische Kraftwerk Maritza-Ost III modernisieren. Die Maßnahmen sollen zu einer Verbesserung von Leistung, Effizienz und Zuverlässigkeit der Anlage sowie zu einer spürbaren Reduzierung der Umweltbelastung führen.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Ein Konsortium, bestehend aus der Duisburger RWE Industrie-Lösungen GmbH und der DSD Dillinger Stahlbau GmbH hat jetzt mit der bulgarischen Maritza East III Power Company einen Vertrag mit einem dreistelligen Millionen Euro- Wert unterzeichnet. Gegenstand des Vertrags ist die Modernisierung des 800-Megawatt-Wärmekraftwerks Maritza-Ost III und die Errichtung einer Rauchgasentschwefelungsanlage in der Nähe von Stara Zagora (Südost-Bulgarien). Bei den geplanten umweltfreundlichen Nachrüstungen handelt es sich um eine der größten Einzelmaßnahmen zur Schadstoffminderung in ganz Europa. Maritza East III Power Company ist ein Joint Venture zwischen Entergy und NEK, dem nationalen Stromversorgungsunternehmen Bulgariens.

Der Vertrag umfasst die Sanierung und Modernisierung von vier vorhandenen Kessel- und Turbinengeneratoreinheiten sowie die Installation eines neuen Abgasentschwefelungssystems. Etwa 100 Millionen Euro der Gesamtkosten fließen in Maßnahmen, die die Umweltverträglichkeit der Anlage erhöhen. Die Modernisierungmaßnahmen sollen zu einer Verbesserung von Leistung, Effizienz und Zuverlässigkeit der Anlage sowie zu einer spürbaren Reduzierung der Umweltbelastung führen. Darüber hinaus wird die Betriebsdauer des Kraftwerks um mindestens 15 Jahre verlängert. Dabei dauert die die Überholung und Ertüchtigung des Kraftwerkes etwa drei Jahre. Während dieser Bauzeit wird die Anlage aufgrund der phasenweisen Modernisierung weiterhin elektrischen Strom erzeugen können.

Nach Abschluss dieser Maßnahmen wird die Anlage erstmals europäische und bulgarische Emissionsanforderungen erfüllen. Die Schwefeldioxidemissionen werden sich um nahezu 1000 Tonnen pro Tag und die Treibhausgasemissionen um über 750 000 Tonnen pro Jahr reduzieren, wodurch das Kraftwerk die Anforderungen von Weltbank und Europäischer Union erfüllt. Darüber hinaus wird eine komplette Modernisierung der Abwassersystems den Wasserverbrauch um etwa 30 Prozent senken.

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