Kosten für CO2-Zertifikate

RWE setzt ab 2013 Bau neuer Kohlekraftwerke in Westeuropa aus

RWE will aufgrund anfallender Kosten für die CO2-Emission ab 2013 keine neuen Kohlekraftwerke in Westeuropa bauen. Wegen der vollen Auktionierung der Kohlendioxid-Rechte ab 2013 werde RWE "große Projekte für Kohlekraftwerke in westeuropäischen Ländern wie Deutschland oder Großbritannien aussetzen", sagte der Chef der RWE-Erzeugungssparte Power, Johannes Lambertz.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp.djn/sm) - Die Europäische Union hatte sich im vergangenen Monat darauf verständigt, dass Zertifikate für den Handel mit Kohlendioxid, die den Unternehmen bislang kostenlos zugeteilt worden waren, gekauft werden müssen. Lambertz sagte, die Projekte würden aufgeschoben, bis die Kosten durch einen höheren Strompreis wieder ausgeglichen werden könnten. Kraftwerke, die bereits im Bau seien, würden jedoch fertiggestellt.

Der Konzern will bis 2012 rund 20 Milliarden Euro in neue Kraftwerkskapazitäten investieren, darunter sieben Milliarden Euro auf dem deutschen Markt.

Das könnte Sie auch interessieren
  • RWE

    RWE rutscht weiter ab - Verbraucherpreise bleiben stabil

    Bei RWE sinken zwar die Gewinne, so schlecht wie dem Konkurrenten Eon geht es dem zweitgrößten Energiekonzern Deutschlands aber noch lange nicht. So musste RWE kein Abschreibungen auf seine Kraftwerke vornehmen. Außerdem profitiert das Unternehmen von dem Verkauf der Gasfördertochter Dea zu Beginn des Jahres.

  • Kohlebergbau

    Kohlekraftwerke erhalten doch eine Abwrackprämie

    Obwohl Wirtschaftsminister Gabriel einst sogar die Strafabgabe für alte Kohlekraftwerke in Erwägung gezogen hatte, ist er von diesem Kurs wieder komplett abgekommen. Die Betreiber der Kohlemeiler werden sieben Jahre lang von den Stromkunden mit Milliarden Euro beim Kohleausstieg unterstützt.

  • Stromtarife

    EU-Klimabeschlüsse stoßen in Deutschland auf heftige Kritik

    Die EU-Klimabeschlüsse sind in Deutschland auf heftige Kritik gestoßen. Grünen-Fraktionsvize Bärbel Höhn bezeichnete die Vereinbarung als "Kniefall vor der Industrie". Die SPD-Präsidentschaftskandidatin Gesine Schwan warf Merkel Rückschritte in der Klimapolitik vor.

  • Stromtarife

    Greenpeace: Kritik an Elektro-Mini von BMW und Vattenfall

    BMW hat einen Elektro-Mini vorgestellt, den der Autobauer mit Strom des Energiekonzerns Vattenfall betreiben will. Laut Greenpeace sind die Elektro-Autos jedoch ähnlich klimaschädlich wie herkömmliche Modelle. Bei strombetrieben Fahrzeugen werde der CO2-Ausstoß lediglich "auf die Kraftwerke verlagert".

  • Stromtarife

    Gabriel verteidigt im Bundestag Neubau von Kohlekraftwerken

    Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) hat im Bundestag den Neubau von Kohlekraftwerken verteidigt. Allein der Ausbau erneuerbarer Energien reiche nicht aus. Es müsse allerdings ein niedrigerer Kohlendioxid-Ausstoß erreicht werden - der Emissionshandel soll's richten.

Top