Schwieriger Markt

RWE sagt Beteiligung an russischem Stromproduzenten ab

Nach schwierigen Verhandlungen, die einmal mehr die Probleme des Westens beim Einstieg in den russischen Markt verdeutlichen, hat RWE jetzt offenbar aufgegeben. Einem Pressebericht zufolge will der Konzern seine Beteiligung am Stromproduzenten TKG-2 wieder abgeben.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Düsseldorf/Essen (red) - Nach monatelangen und offenbar zähen Verhandlungen streicht RWE-Chef Jürgen Großmann jetzt die Segel und verzichtet darauf, bei einem russischen Stromversorger einzusteigen. Das berichtet das "Handelsblatt" am Montag. Wie es heißt, habe der russische Sintez-Konzern immer mehr Forderungen gestellt, die RWE nicht bereit gewesen sei mitzutragen. Beim Essener Konzern verwies man unter anderem auf den Kaufpreis, nannte aber keine Details.

RWE hatte auf dem lukrativen russischen Markt im Frühjahr gemeinsam mit dem dortigen Mischkonzern Sintez den Zuschlag für den Produzenten TKG-2 erhalten. Zwar war Sintez' Anteil zunächst größer, doch später sollte nach bisherigen Kenntnisstand eigentlich RWE die Führung übernehmen. Doch RWE wollte den kontinuierlichen Forderungen von Sintez, die das geschäftliche Risiko dem Bericht zufolge deutlich stärker auf die Schultern des Essener Versorgers geladen hätte, nicht weiter nachgeben, schreibt das Blatt. Das Projekt sei nicht mehr "sinnvoll", wird aus RWE-Kreisen zitiert.

Weiterführende Links
  • Link zum Handelsblatt-Artikel
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