RWE: Riss in Schweißnaht bei Biblis A ohne sicherheitstechnische Bedeutung

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com
Wie das strom magazin berichtete (bitte lesen Sie hier), wurde in Block A des hessischen Kernkraftwerks Biblis bei der derzeitigen Jahresrevision eine Unregelmäßigkeit an der Schweißnaht einer Einspeiseleitung zum Primärkreis festgestellt. Am vergangenen Wochenende erhärtete sich der Verdacht, dass ein Haarriss an der Oberfläche der Schweißnaht vorliegt. Nach Angaben des Betreibers RWE entstand der Fehler nach bisher vorliegenden Erkenntnissen bereits bei der Herstellung der Schweißnaht, ohne dass eine Veränderung der Naht durch den 27jährigen Betrieb der Anlage aufgetreten ist. RWE weiter: "Die bisherigen Festigkeitsuntersuchungen zeigen auch, dass dies nicht zu erwarten ist."


In einer Pressemitteilung von RWE heißt es weiter: "Bereits im Rahmen einer 1992 durchgeführten Untersuchung dieser Schweißnaht wurde von den Prüfern sowie den von der Aufsichtsbehörde des damaligen hessischen Umweltministers Fischer eingesetzten Gutachtern des TÜV die Schweißnaht als befundfrei eingestuft. Dieser Vorgang wurde im Prüfbericht ordnungsgemäß dokumentiert. Dementsprechend lag seitens des Betreibers eine Meldepflicht nicht vor." Wann und wie die Schweißnaht zu reparieren ist, wird jetzt durch Gutachter, die hessische Aufsichtsbehörde und die vom BMU eingesetzte Reaktorsicherheitskommission festgelegt.


Der jetzige Befund wurde nach der Internationalen Skala zur Bewertung von Vorkommnissen (INES) der Stufe 0 (unterhalb der Skala, d.h. keine sicherheitstechnische Bedeutung) zugeordnet und am 23.10.2000 nochmals formal der hessischen Aufsichtsbehörde gemeldet. RWE ist sich sicher: "Dieses Vorkommnis führte zu keiner Zeit zu einer Gefährdung des Personals, der Umgebung oder der Anlage."

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