Gegendarstellung

RWE Power hält an der Option der Wiederaufarbeitung bis 2005 fest

Im Gegensatz zu Berichten aus dem Bundesamt für Strahlenschutz, will der Essener Energiekonzern RWE bis 2005 Brennelemente transportieren.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com
In einer Presseerklärung zum Erörterungstermin Interimslager Biblis hat das Bundesamt für Strahlenschutz kürzlich behauptet, dass die RWE Power AG auf die Wiederaufarbeitung abgebrannter Brennelemente von dem Zeitpunkt an verzichten wolle, zu dem das Interimslager zur Verfügung stehen würde. Nach dessen Laufzeit würde man die Behälter dann in ein dezentrales oder - falls dies nicht zur Verfügung stünde - in ein zentrales Zwischenlager verlagern. Diese Aussage wies RWE heute jedoch zurück.


RWE Power hätte im Erörterungstermin erklärt, dass das Unternehmen vorrangig abgebrannte Brennelemente in Castor-Behältern in dem Interimslager sowie anschließend im Zwischenlager aufbewahren wolle, hieß es heute aus dem Essener Unternehmen. Dies setze aber zwingend die rechtliche und technische Verfügbarkeit dieser Lagerung voraus. Entsprechend der Vereinbarung mit der Bundesregierung halte RWE Power daher zur Sicherstellung der Entsorgung an der Option zur Wiederaufarbeitung bis zum 1. Juli 2005 fest, stellte RWE klar.

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