RWE Power baut erstes Standortzwischenlager in Deutschland

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Nach der positiven Entscheidung des Rates der Stadt Lingen hat die Kernkraftwerk Lippe-Ems GmbH (KLE) am 28. September 2000 die baurechtliche Genehmigung zur Errichtung eines Standortzwischenlagers erhalten. Für den späteren Betrieb der Halle wurde bereits am 22. Dezember 1998, beim Bundesamt für Strahlenschutz das atomrechtliche Genehmigungsverfahren beantragt. Mit der Inbetriebnahme des Lagers rechnet KLE nach derzeitigem Projektstand im Jahr 2002.


Die RWE Power AG, in der die Erzeugungsaktivitäten der Energiegesellschaften von RWE und VEW im Zuge der Fusion beider Konzerne gebündelt wurden, begrüßt diese positive Entscheidung des Lingener Stadtrates. RWE Power ist zuversichtlich, dass die zügige Genehmigung zum Bau des Zwischenlagers auf dem Gelände des Kernkraftwerks Emsland auch ein positives Signal für die anderen Kernkraftwerksstandorte des Unternehmens in Biblis, und Gundremmingen setzt. Denn auch hier will RWE Power zur Erfüllung der Forderung der Bundesregierung, Castor-Transporte zu minimieren, Zwischenlagerhallen errichten, in denen die verbrauchten Brennelemente bis zur Bereitstellung eines Endlagers aufbewahrt werden sollen.


Die Lagerhalle wird 100 Meter lang, 30 Meter breit und 20 Meter hoch. Sie bietet Stellplätze für 130 Castoren. Das Investitionsvolumen zur Errichtung beträgt etwa 40 Millionen Mark. Bereits im Laufe des atomrechtlichen Genehmigungsverfahrens wurden drei wesentliche Forderungen fixiert und zusätzlich in einem privatrechtlichen Vertrag zwischen dem Unternehmen und der Stadt Lingen schriftlich vereinbart. Es wird an der äußeren Anlagenbegrenzung des Kraftwerks keine messtechnisch nachweisbare Erhöhung der Strahlenexposition entstehen. Das Standortzwischenlager wird kein Endlager. Die Betriebsdauer ist bis zur Nutzung eines geeigneten Endlagers begrenzt.

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