Gemeinsame Projektgesellschaft

RWE plant Biomasse-Heizkraftwerk mit Stadtwerken Troisdorf

RWE will zusammen mit den Stadtwerken Troisdorf ein modernes Biomasse-Heizkraftwerk errichten, das den Industriestadtpark Troisdorf mit Dampf und Wärme versorgen soll. Laut RWE sollen diesem Projakt weitere folgen, dazu will der Konzern die Zusammenarbeit mit den Kommunen verstärken.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Essen/Troisdorf (ddp-nrw/sm) - Dazu wurde von der Tochtergesellschaft RWE Innogy GmbH und der TroiKomm GmbH, einer Tochtergesellschaft der Stadt Troisdorf, ein Konsortialvertrag zur Gründung einer gemeinsamen Projektgesellschaft geschlossen, wie die beiden Projektpartner am Donnerstag mitteilten.

RWE hält an dieser Gesellschaft einen Anteil von 51 Prozent, die Stadt Troisdorf ist mit 49 Prozent beteiligt. Das geplante Investitionsvolumen liegt den Angaben zufolge bei über 30 Millionen Euro.

Zusammenarbeit mit Kommunen stärken

"RWE will die Zusammenarbeit mit den Kommunen auf dem Gebiet der regenerativen Erzeugung von Strom und Wärme deutlich verstärken. Das Projekt hier in Troisdorf ist für uns ein vielversprechender Auftakt, dem bald weitere Biomasse-Projekte folgen sollen", sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung der RWE Innogy, Fritz Vahrenholt.

"Da die Anlage Kohlendioxid-neutral arbeitet, können wir für Troisdorf das Kyoto-Ziel, bis zum Jahre 2012 21 Prozent Kohlendioxid einzusparen, sogar noch übertreffen. Gleichzeitig erhöhen wir die Versorgungssicherheit für unsere Kunden und machen uns unabhängiger von den Energiemärkten", betonte der Geschäftsführer der TroiKomm GmbH, Peter Blatzheim.

Der Baubeginn für das Kraftwerk ist für die zweite Jahreshälfte 2009 vorgesehen. Das Heizkraftwerk soll eine Leistung von 7,5 Megawatt Strom und 18 Megawatt Wärme haben. Der produzierte Strom wird in das Netz eingespeist.

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