Projektgesellschaft gegründet

RWE plant Bau eines Biomasse-Heizkraftwerkes in Goch

Der RWE-Konzern plant gemeinsam mit dem Lebensmittelproduzenten Nähr-Engel GmbH und den Stadtwerken Goch GmbH den Bau eines Biomasse-Heizkraftwerks. Am Freitag wurde der entsprechende Konsortialvertrag zur Gründung der Projektgesellschaft "GBE-Gocher Bioenergie GmbH" abgeschlossen, wie die RWE Innogy GmbH mitteilte.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Essen/Goch (ddp-nrw/sm) - An dieser Gesellschaft hält die RWE Innogy Cogen GmbH einen Anteil von 80 Prozent. Das geplante Investitionsvolumen liegt bei rund 30 Millionen Euro.

Das Heizkraftwerk Goch ist mit einer Leistung von rund 30 Megawatt thermisch und 7 Megawatt elektrisch geplant. Der erzeugte Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist. Mit dem Bau der Anlage soll im Herbst 2009 begonnen werden. Die mit naturbelassenem Holz befeuerte Anlage soll die Wärme für die Herstellung der Trockenprodukte der Firma Nähr-Engel liefern. Dabei sollen pro Jahr etwa 90.000 Tonnen Holz verfeuert werden. Da das Holz Kohlendioxid-frei verbrennt, können den Angaben zufolge rund 37.000 Tonnen CO2 eingespart werden.

Zusammen mit dem in Bau befindlichen Biomasse-Heizkraftwerk Wittgenstein und der geplanten Anlage in Troisdorf ist die Anlage in Goch das dritte aktuelle Biomasseprojekt der RWE Innogy Cogen in Nordrhein-Westfalen. "Allen drei Projekten gemeinsam ist der Einsatz von heimischem, naturbelassenem Holz als Brennstoff sowie die Technik der Kraft-Wärme-Kopplung. Die Anlagen stehen somit zugleich für Energieeffizienz, Versorgungssicherheit und regionale Wertschöpfung", erklärte der Geschäftsführer der RWE Innogy Cogen, Stephan Lohr.

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