Anteil an AKW

RWE: Neue Probleme bei Essent-Übernahme

RWE stößt bei der Übernahme des niederländischen Versorgers Essent auf neue Schwierigkeiten. Nachdem die Eigner und auch die Europäische Kommission dem Vorhaben zugestimmt haben, ist jetzt die Beteiligung am einzigen Atomkraftwerk (AKW) des Landes in Gefahr.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Arnheim/Essen (ddp.djn/red) - Ein Gericht im niederländischen Arnheim sprach am Freitag eine einstweilige Verfügung aus, wonach die Übernahme des 50-prozentigen Anteils am Kraftwerk Borssele vorerst gestoppt ist.

Beantragt hatte den Richterspruch die Delta NV, die zusammen mit Essent das Kraftwerk betreibt. Wie Essent befindet sich Delta in kommunalem Eigentum. Der Versorger pocht darauf, dass ein Verkauf des Anteils an ein Privatunternehmen nicht erlaubt ist und hat Klage dagegen eingereicht, dass RWE über den Kauf von Essent bei Borssele einsteigt. Das Gericht in Arnheim hat die eigentumsrechtliche Übertragung nun bis zur endgültigen gerichtlichen Klärung ausgesetzt.

"Wir sind natürlich enttäuscht", sagte eine Sprecherin des Essener DAX-Konzerns nach dem Richterspruch. Jetzt werde geprüft, was diese Entscheidung bedeute. "Wir sind weiterhin der Ansicht, dass unser Angebot rechtmäßig ist", bekräftigte die Sprecherin die Absicht der RWE, den AKW-Anteil zu übernehmen.

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