Sechs anstatt acht Prozent

RWE muss offenbar geringere Strompreiserhöhung hinnehmen

Das nordrhein-westfälische Energieministerium genehmigt nach Informationen der Essener "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (WAZ, Donnerstagausgabe) nur einen Anstieg von knapp sechs Prozent. Beantragt hatte das Unternehmen eine Anhebung der Strompreise für Privatkunden von bis zu acht Prozent.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Essen (ddp/sm) - Der Essener Energiekonzern RWE muss angeblich deutliche Abstriche bei seiner beantragten Strompreiserhöhung hinnehmen. Das nordrhein-westfälische Energieministerium genehmigt nach Informationen der Essener "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (WAZ, Donnerstagausgabe) nur einen Anstieg von knapp sechs Prozent. Beantragt hatte das Unternehmen eine Anhebung der Strompreise für Privatkunden von bis zu acht Prozent.

Der Strompreis von RWE verteuert sich nach WAZ-Informationen um rund 0,9 Cent pro Kilowattstunde. Ein durchschnittlicher Drei-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden muss sich damit auf jährliche Mehrkosten von rund 37 Euro einstellen.

Betroffen von der Preisanhebung zum Jahreswechsel sind 3,6 Millionen Kunden der RWE-Töchter RWE Westfalen-Weser-Ems und RWE Rhein-Ruhr. Das Unternehmen hatte erst Anfang 2004 die Strompreise für Haushaltskunden um rund drei Prozent erhöht. Mit einer beabsichtigten Anhebung von bis zu acht Prozent lag die Forderung von RWE diesmal deutlich über dem Durchschnitt der Branche. Auch die nun nach wochenlangen Verhandlungen genehmigte Erhöhung fällt dem Blatt zufolge mit sechs Prozent stärker aus als im Branchendurchschnitt (knapp fünf Prozent).

Ein Sprecher des NRW-Energieministeriums wollte die Zahlen am Mittwoch auf Anfrage der WAZ zunächst nicht bestätigen. Er berichtete allerdings, dass von 108 Preisanträgen der Versorger mittlerweile 86 genehmigt wurden. Bei 64 Anträgen sei es zu Änderungen zu Gunsten der Verbraucher gekommen.

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