RWE legt zweiten Umweltbericht vor

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Der RWE-Konzern hat jetzt seinen neuen Umweltbericht vorgelegt. Darin dokumentiert das Energieunternehmen seine Aktivitäten zur Sicherung einer "Nachhaltigen Entwicklung". In der etwa 140-seitigen Dokumentation spielen Schutz von Klima und Atmosphäre, Boden und Gewässern, Natur und Landschaft sowie Ressourcenschonung und Abfallvermeidung eine große Rolle.


Auf der Basis eines neuen Berichts- und Informationssystems werden konzernweit alle relevanten Daten zu Stoff- und Energieströmen systematisch erfasst. Die daraus gebildete Input-/Outputbilanz sowie die Kennzahlen zu wesentlichen Umweltgrößen geben wichtige Hinweise auf noch vorhandene Optimierungsmöglichkeiten, wie z. B. beim Schutz der Feuchtgebiete im Umfeld der rheinischen Braunkohlentagebaue, für die RWE jährlich allein 10 bis 20 Millionen Euro aufwendet. Zudem leiste das Unternehmen über die Modernisierung bestehender Kraftwerke sowie den Neubau industrienaher Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung einen wesentlichen Beitrag zur Minderung von Treibhausgasemissionen. Hierzu diene auch die Brennstoffzellentechnik. Im März 2001 wird RWE gemeinsam mit Siemens Westinghouse eine so genannte SOFC (Solid Oxide Fuel Cell) Anlage am Standort Meteorit in Essen in Betrieb nehmen. Rund ein Jahr später soll hier die weltweit erste druckaufgeladene 320 KW-SOFC-Demonstrationsanlage mit Netzkopplung anlaufen.


Eine weitere positive Rolle im Umweltbericht spielt die RWE Tochter TESSAG ASE. Mit einer Fertigungskapazität von 15 MW ist sie nach eigenen Angaben der größte Hersteller von Solarzellen in Deutschland. Ihr Standard-Solarmodul belegte Platz 1 bei der Stiftung Warentest 1999. TESSAG ASE verfüge über das modernste und mit dem geringsten Materialeinsatz verbundene Fertigungsverfahren von Solarzellen. Darüber hinaus sei ASE Weltmarktführer für Silizium-Raumfahrt-Solarzellen, heißt es im Bericht.


Erstmalig enthält der Umweltbericht auch eine ökologische Bewertung der Hauptumsatzträger über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Damit bezieht er vor- und nachgelagerte Stufen wie Rohstoffabbau, Gebrauch und Entsorgung der Produkte ein. Als Vorreiter in der Ressourcenschonung sieht sich auch der Bereich Umweltdienstleistungen im RWE-Konzern. Im Frühjahr dieses Jahres wurde ein neues Konzept für kleinere, dezentrale Anlagen zur thermischen Verwertung von Siedlungsabfällen vorgestellt. Die auf eine Jahreskapazität von 50 000 oder 75 000 Tonnen ausgelegten Müllverbrennungsanlagen hätten durch kurze Transportwege zu den dezentralen Standorten nicht nur ökologische Vorteile, sondern versetzten vor allem dünn besiedelte Regionen in die Lage, den Anforderungen des Gesetzgebers zu entsprechen. Denn ab 2005 dürfen nur noch vorbehandelte Abfälle auf Deponien gelagert werden, die zugleich hohen Sicherheitsstandards genügen müssen. Mit der Aufbereitung von jährlich 200 000 Tonnen Gewerbe- und Industrieabfällen zu Sekundärbrennstoffen verringert RWE den Abbau fossiler Rohstoffe und optimiert die Kreislaufführung zwischen Abfall und Produkt.


Jan Zilius, Vorstandsmitglied und Umweltkoordinator im RWE-Konzern: "Wir sind überzeugt, dass die Ausrichtung auf eine Nachhaltige Entwicklung entscheidend ist für die erfolgreiche Fortführung unserer Konzernstrategie. Deshalb sind wir stolz auf die deutlichen Fortschritte, die wir seit der Veröffentlichung des ersten Umweltberichts gemacht haben, und wir werden die Messlatte für unsere eigenen Leistungen hier auch weiterhin sehr hoch legen."

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