Mehr Transparenz

RWE koppelt Höchstspannungsnetz ab

Energieriese RWE will schon im ersten Halbjahr 2009 sein Höchstspannungsnetz vom Rest des Unternehmens abkoppeln und damit eine der zentralen Forderungen aus Brüssel erfüllen. Der Hauptsitz des Unternehmens bleibt Dortmund, es soll eine konsquente Trennung von den anderen Unternehmen geben.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen (red) - Der Energiekonzern RWE will sein Höchstspannungsnetz schon jetzt als "Independent Transmission Operator (ITO)" organisieren und damit frühzeitig eine zentrale Forderung des derzeit in Brüssel diskutierten dritten Energiebinnenmarktpaketes umsetzen. "RWE tritt damit den Beweis an, dass der auch von der deutschen Bundesregierung angestrebte Independent Transmission Operator für ein Maximum an Unabhängigkeit, Diskriminierungsfreiheit und Transparenz steht", kommentierte Dr. Jürgen Großmann, RWE-Vorstandschef.

Im bevorstehenden Prozess wird der Übertragungsnetzbetreiber RWE Transportnetz Strom direkt an die RWE AG angebunden und alle betriebsnotwendigen Aufgaben mit eigenem Personal erfüllt. Sämtliche für die Neustrukturierung nötigen Veränderungen sollen schon im ersten Halbjahr 2009 umgesetzt werden. An den Standorten des Unternehmens soll es dann eine konsequente räumliche Trennung von anderen RWE-Gesellschaften geben. Der Hauptsitz von RWE Transportnetz Strom bleibt Dortmund.

"RWE wird auch in Zukunft massiv in den Erhalt und Ausbau des Übertragungsnetzes investieren. In den nächsten zehn Jahren sind das alleine für den Netzausbau drei Milliarden Euro. Wir machen das Netz fit für die Herausforderungen der Zukunft. Nur so können wir den politisch und unternehmerisch gewollten Ausbau der erneuerbaren Energien sinnvoll im Netz integrieren", betonte Großmann.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Energiewirtschaft

    Industrie wird weiterhin bei Ökostrom-Umlage verschont

    Die deutsche Industrie wird auch in der Zukunft von der Ökostrom-Abgabe weitestgehend befreit bleiben. Nach langen Diskussionen konnten sich die EU-Kommission und die Bundesregierung aufeinander abstimmen.

  • Ende-Mit-Kernenergie

    Energiewende fordert ihren Tribut: RWE und Eon kämpfen

    Die Energiewende ist fünf Jahre nach der Atomkatastrophe voll im Gange. Auf der einen Seite sind erneuerbare Energien auf dem Vormarsch und bringen neue Jobs. Auf der anderen Seite ist mit fossilen Kraftwerken kaum noch Geld zu machen – die großen Energiekonzerne leiden.

  • Stromnetz Ausbau

    RWE und TenneT TSO starten Zentrum für Stromsicherheit

    RWE und der niederländische Stromnetzbetreiber TenneT haben das europaweit erste Zentrum für Versorgungssicherheit im europäischen Hochspannungsnetz in Betrieb genommen. Mit dem Center wolle man vor allem besser auf die schwankenden Strommengen reagieren, die durch die Einspeisung von Windenergie entstehen.

  • Hochspannungsmasten

    EU-Staaten einigen sich auf mehr Wettbewerb bei Strom und Gas

    Auf den europäischen Strom- und Gasmärkten soll künftig mehr Wettbewerb herrschen. Darauf einigten sich die EU-Staaten am Freitag abschließend in Luxemburg, wie der französische EU-Vorsitz mitteilte. Die Bundesregierung verhinderte jedoch Zwangsverkauf der Netze.

  • Stromnetz Ausbau

    RWE und TenneT TSO gründen Sicherheitscenter

    Die RWE Transportnetz Strom GmbH und die niederländische TenneT TSO BV haben ein gemeinsames Center zur Versorgungssicherheit im europäischen Hochspannungsnetz gegründet. Das Sicherheitscenter soll seinen Sitz zunächst im rheinischen Rommerskirchen haben und später nach Düsseldorf umziehen.

Top