Im Ausland

RWE kann sich Bau von weiteren Atomkraftwerken vorstellen

RWE denkt offenbar über die Beteiligung an Projekten zum Bau von Atomkraftwerken außerhalb Deutschlands nach. Je nach Art der Finanzierung und der Partner würden drei bis fünf Projekte wohl sicherlich kommen, sagte RWE-Vorstandsvorsitzende Jürgen Großmann der "Süddeutschen Zeitung".

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

München (ddp.djn/sm) - Das DAX-Unternehmen RWE gehöre zur "knappen Handvoll" Energieversorgungsunternehmen in Europa, die nukleare Betriebskompetenz hätten.

Ob die Atomkraft eine Renaissance erlebe, hänge davon ab, ob Versorgungssicherheit und heimische Wertschöpfung "für uns höhere Güter sein werden, als es derzeit der Fall ist", sagte Großmann weiter. Das würde bedeuten, weniger Geld in Erdgaslieferländer zu schicken und mehr auf heimische Energien wie Kernkraft und Braunkohle zu setzen.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Atomenergie Gefahr

    Stresstest: Nicht genug Atom-Rückstellungen für den "Worst Case"

    Der Stresstest zu den Rückstellungen der Atomkonzerne sorgt für Unstimmigkeiten in der Politik. Während Sigmar Gabriel die Ergebnisse dahin gehend interpretiert, dass die Gelder der Konzerne ausreichen werden, warnt die Opposition davor, sich auf den Ergebnissen auszuruhen. Der Test zeigt auch, dass die Rückstellungen bei ungünstigen Umständen bei weitem nicht ausreichen würden.

  • Kernkraftwerk

    Mehrere AKW könnten vorzeitig vom Netz gehen (Upd.)

    Deutschlands Energiekonzerne und Stadtwerke prüfen laut einem Bericht die Abschaltung womöglich Dutzender konventioneller Kraftwerke im Zuge der Energiewende. Die Netzagentur warnte im Zuge dessen erneut vor Folgen für die Versorgungssicherheit und kündigte an, im Süden keine weiteren Abschaltungen zu dulden.

  • Strom sparen

    Viele offene Fragen zum 40-Milliarden-Atomfonds der Union

    Die Union will mit der Atomkraft im kommenden Jahr Wahlkampf machen. Ein 40 Milliarden Euro schwerer Fonds zugunsten der Bürger soll den Wählern dann schmackhaft machen, dass die deutschen Atomkraftwerke im Gegenzug länger in Betrieb bleiben sollen.

  • Energieversorung

    Großmann kritisiert fehlende Handlungsmöglichkeiten in Deutschland

    RWE-Chef Jürgen Großmann kritisiert die die fehlende Möglichkeit zum unternehmerischen Handeln in Deutschland. " Es herrscht ein emotionaler Konsens in dieser Gesellschaft, dass jegliches Handeln meiner Branche Teufelswerk ist", schreibt Großmann in einem Gastbeitrag für das Kölner Wirtschaftsmagazin "impulse".

  • Hochspannungsleitung

    FDP-Minister mahnt "mehr Pragmatismus" in Energiedebatte an

    Nordrhein-Westfalens Forschungsminister Andreas Pinkwart (FDP) hat zu "mehr Pragmatismus" in der Debatte um die künftige Energieversorgung aufgerufen. Ohne die Kernkraft sei ein Energiemix, der auf Versorgungssicherheit, Umweltschutz und Bezahlbarkeit setze, derzeit nicht zu haben.

Top