Angebotsvereinbarung

RWE kann mit Essent-Übernahmeangebot fortfahren

RWE ist der rund neun Milliarden Euro schweren Übernahme des niederländischen Wettbewerbers Essent einen Schritt näher gekommen. Nachdem der Gesamtbetriebsrat von Essent seine nach niederländischem Recht erforderliche positive Stellungnahme abgegeben habe, sei formell die Angebotsvereinbarung unterzeichnet worden, teilte RWE heute mit.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen (ddp-nrw/sm) - Nun wird RWE den Anteilseignern von Essent ein verbindliches Barangebot zum Erwerb sämtlicher Anteile unterbreiten. Beide Versorger hatten sich bereits im Januar auf Fristen und Bedingungen für das Angebot geeinigt. RWE will das Erzeugungs- und Vertriebsgeschäft von Essent übernehmen, nicht aber die Strom- und Gasverteilnetze und das Entsorgungsgeschäft.

Die Transaktion steht nach RWE-Angaben noch unter weiteren aufschiebenden Bedingungen. Dazu gehört eine Mindestandienungsquote von mindestens 80 Prozent. Darüber hinaus müssen die Essent-Verteilnetze für Strom und Gas sowie das Entsorgungsgeschäft ausgegliedert beziehungsweise verkauft werden.

Weitere Voraussetzung sei die Freigabe der Transaktion durch die zuständigen Kartellbehörden, hieß es in der Mitteilung von RWE weiter. Die Transaktion werde voraussichtlich im dritten Quartal 2009 vollzogen.

Die Anteile von Essent werden überwiegend von Provinzen und Kommunen gehalten. Das Unternehmen ist der größte Versorger der Niederlande. RWE bekommt mit der Transaktion 5,3 Millionen neue Kunden, davon eine Viertelmillion in Belgien und 1 Million in Deutschland. Essent mit Sitz in Arnheim hat im vergangenen Jahr nach vorläufigen Berechnungen 6,55 Milliarden Euro umgesetzt und ein bereinigtes Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) von 882 Millionen Euro verbucht.

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