Biomasse

RWE Innogy baut weltweit größtes Pelletwerk in den USA

Der RWE-Konzern will das weltweit größte Werk zur Herstellung von Biomasse-Pellets im Süden des US-Bundesstaats Georgia errichten. Die Konzerntochter RWE Innogy GmbH investiert dafür 120 Millionen Euro in den Bau der Anlage, die eine jährliche Erzeugungskapazität von 750.000 Tonnen haben soll.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Essen (ddp-nrw/red) - Wie das Unternehmen am Mittwoch in Essen mitteilte, ist geplant, das Pelletwerk im Juni 2011 in Betrieb zu nehmen. Die volle Kapazität werde voraussichtlich 2012 erreicht.

Die Pellets werden den Angaben zufolge in reinen Biomassekraftwerken sowie auch bei der kombinierten Verfeuerung von Kohle und Biomasse zum Einsatz kommen. Mit der Investition sichere sich der Konzern die Rohstoffbasis für den stetig wachsenden Biomasse-Markt in Europa. "Ohne Biomasse werden wir die CO2-Minderungsziele in Deutschland und Europa nicht erreichen können. Der europäische Holzmarkt allein wird den Bedarf in diesem stark wachsenden Segment jedoch nicht decken können", sagte RWE-Vorstandsmitglied Leonhard Birnbaum.

Biomasse statt Kohle

Die Biomasse-Pellets sollen laut RWE zunächst in den bestehenden Kraftwerken der Amercentrale in den Niederlanden verfeuert werden. Dort würden bereits heute bis zu 30 Prozent des Steinkohleeinsatzes durch Biomasse ersetzt. Das Biomasse-Volumen aus Georgia werde dazu beitragen, diesen Anteil mittelfristig auf bis zu 50 Prozent auszuweiten. Die Kohlendioxid-Vermeidung werde dementsprechend in gleicher Höhe liegen.

Die Wälder in Georgia bieten den Angaben zufolge genug Holz, um Pellets langfristig herstellen zu können. Zur Erzeugung von 750.000 Tonnen Pellets werden jährlich rund 1,5 Millionen Tonnen Frischholz benötigt. Die USA verfügten - im Gegensatz zu Europa - über einen gewaltigen Überschuss an Holz, der bislang ungenutzt blieb, hieß es. "Durch diese neue Anlage sichere sich RWE die Lieferung von Biomasse zu stabilen und wettbewerbsfähigen Preisen. Holz sei aufgrund der Überschusssituation in den USA wesentlich günstiger als in Europa mit seinen begrenzten Waldflächen" sagte das Mitglied der Geschäftsführung der RWE Innogy GmbH, Hans Bünting.

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