Kostensenkung im Zeitplan

RWE-Halbjahresbilanz: Kerngeschäft treibt Ergebniswachstum an / Strompreiserhöhung geplant

Erfreuliche Halbjahreszahlen hat jetzt die RWE AG vorgelegt. In den Kerngeschäften Strom, Gas, Wasser und Umweltdienstleistungen konnte in den ersten sechs Monaten ein Umsatzplus von 23 Prozent erzielt werden. Die Ertragslage im Geschäftsfeld Strom konnte aufgrund der Stabilisierung der Strompreise sogar um 46 Prozent gesteigert werden.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Der Energieversorger RWE hat in im ersten Halbjahr dieses Jahres in den Kerngeschäften Strom, Gas, Wasser und Umweltdienstleistungen ein Umsatzplus von 23 Prozent erzielt. Das geht aus dem jetzt in Essen vorgelegten Halbjahresbericht hervor.

Aufgrund der erfolgreichen Kostensenkungen, der Stabilisierung der Strompreise und der renditeorientierten Vertriebspolitik konnte die die Ertragslage im Geschäftsfeld Strom um 46 Prozent gesteigert werden. Insgesamt stieg das betriebliche Ergebnis des Konzerns gegenüber dem Vorjahreszeitraum um neun Prozent auf 2.169 Millionen Euro. Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) ging gegenüber dem Vorjahreszeitraum um vier Prozent auf 3.329 Millionen Euro zurück, im Kerngeschäft stieg es um 6,5 Prozent. Der Konzernumsatz lag mit 27,7 Milliarden Euro um 3,5 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres. Den größten operativen Erlöszuwachs erreichte der Konzern durch den Ausbau der Handelsaktivitäten von RWE Trading im Geschäftsfeld Strom.

Für das Gesamtjahr 2002 erwartet RWE eine weitere Steigerung des betrieblichen Ergebnisses. Wachstumsmotor bleibt das Kerngeschäft, für das der Konzern mit einem Anstieg um mehr als 20 Prozent rechnet. Dabei will RWE zum einen vom Aufwärtstrend im deutschen Stromgeschäft profitieren, das auch im zweiten Halbjahr ertragsstärkste Säule bleiben wird, zum anderen von der Einbeziehung von Innogy und den tschechischen Gasunternehmen. Auch ohne diese beiden Erstkonsolidierungen würde das Kerngeschäft von RWE über Vorjahr abschließen. Dazu beitragen wird neben dem Geschäftsfeld Strom ein für das Gesamtjahr erwarteter deutlicher Ertragsanstieg im Geschäftsfeld Wasser.

Gleichzeitig kündigte das Unternehmen eine Erhöhung der Strompreise zu Beginn des nächsten Jahres an. Über die Höhe wurde noch nichts bekannt.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Stromrechnung

    Talfahrt bei RWE und Eon: Gibt es noch Lichtblicke?

    Die beiden Stromriesen RWE und Eon stecken in der Klemme. Beim Umstieg auf erneuerbare Energien hinken beide Firmen hinterher. Werden das bald die Stromkunden mit steigenden Preisen ausbaden müssen?

  • Stromrechnung

    Prognose: EEG-Umlage steigt 2017 erneut

    Die EEG-Umlage soll Experten zufolge im kommenden Jahr wieder ansteigen. Hintergrund sind ausgerechnet die niedrigen Börsenpreise für die Energieversorger. Und genau deshalb werden vermutlich nicht alle Versorger die Strompreise für ihre Kunden erhöhen.

  • Strom sparen

    enviaM nimmt Geschäftstätigkeit auf

    Gestern wurde das aus der Fusion der envia Energie Sachsen Brandenburg AG (Chemnitz) und der Mitteldeutschen Energieversorgung AG (MEAG), Halle, entstandene Unternehmen enviaM ins Handelsregister eingetragen. enviaM ist damit der größte regionale Energiedienstleister in den neuen Bundesländern für rund 1,6 Millionen Kunden.

  • Hochspannungsleitung

    RWE Plus steigt bei slowakischem Energieversorger VSE ein

    Der Essener Energiekonzern RWE expandiert weiter nach Osteuropa: Heute wurden in Bratislava die Verträge zur Übernahme von 49 Prozent des ostslowakischen Stromversorgers VSE unterzeichnet. Die Beteiligung steht allerdings noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der slowakischen Kartellbehörde.

  • Strompreise

    Wesertal kündigt Verträge mit DSA

    Die Liste der Energieversorger, die ihre Verträge mit der Hamburger DSA kündigen, wird immer länger. Jetzt hat auch Wesertal die Faxen dicke und hat für 73 Kunden die so genannte Notstromversorgung eingeleitet. Grund: Nicht bezahlte Netznutzungsrechnungen.

Top