Soforthilfe

RWE-Härtefallfonds bewilligte bislang 615 000 Euro

2100 Anträge von Privathaushalten auf Soforthilfe hat der Stromversorger RWE bislang bewilligt und etwa 615 000 Euro aus seinem Härtefallfonds ausgezahlt. Da RWE jedoch für den Notfallfonds fünf Millionen Euro zur Verfügung gestellt hatte, soll das restliche Geld nun den Kommunen zur Verfügung gestellt werden.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Münster (ddp/sm) - Knapp eineinhalb Monate nach dem mehrtägigen Stromausfall im Münsterland ist die Mehrzahl der Anträge auf Soforthilfe abgearbeitet. Bislang seien etwa 2100 Anträge von Privathaushalten bearbeitet und etwa 615 000 Euro aus dem Härtefallfonds des Energieversorgers RWE ausgezahlt worden, sagte der Sprecher der Bezirksregierung Münster, Stefan Bergmann, der Nachrichtenagentur ddp. Fast drei Viertel aller Anträge seien dabei positiv beschieden worden.

Damit sei das Gros der in den Privathaushalten verursachten Schäden beglichen, betonte Bergmann. Da RWE jedoch für den Notfallfonds fünf Millionen Euro zur Verfügung gestellt hatte, soll das restliche Geld nun den Kommunen zur Verfügung gestellt werden, erklärte der Sprecher. Damit sollen unter anderem die Kosten für Notstromaggregate oder die Versorgung von Helfern getragen werden.

Ende November waren nach heftigen Schneefällen im Münsterland zahlreiche Strommasten von RWE umgekippt. Von den tagelangen Stromausfällen waren in der Spitze 250 000 Menschen betroffen. Der Härtefallfonds soll Menschen helfen, die durch den Stromausfall in existenzielle Notlagen geraten sind. Er ist allerdings kein Fonds, aus dem Schadensersatz für entstandene Kosten gezahlt wird.

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