Kein Komplettaustausch

RWE: Großer Teil der Strommasten aus der Vorkriegszeit

Ein großer Teil der 44 000 Strommasten des RWE-Hoch- und Höchstspannungsnetzes wird bereits seit mehr als 65 Jahren genutzt. Wie der Konzern der "Berliner Zeitung" (Mittwochausgabe) mitteilte, wurden 10 300 der derzeitigen Hochspannungsmasten bereits vor 1940 errichtet.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Auch nach den Mastumbrüchen im Münsterland, durch die kürzlich mehr als 200 000 Menschen mehrere Tage lang von der Stromversorgung abgeschnitten wurden, plane der Konzern offenkundig keinen Komplettaustausch dieses Alt-Bestandes, betont das Blatt. Nach RWE-Angaben würden nur solche Alt-Masten ausgetauscht, die "nicht torsionssicher" seien, also extremen Zug-Belastungen eventuell nicht mehr stand hielten.

Wie aus internen RWE-Unterlagen hervorgehe, betreffe diese Austauschregelung im wesentlichen nur jene Strommasten, die vor 1930 errichtet wurden. Der Rest gelte zunächst einmal als grundsätzlich sanierungsfähig. Nach Angaben des Konzerns handele es sich bei der extrem langen Nutzung der Alt-Masten nicht um "ein RWE-Spezifikum". Bei anderen Unternehmen gälten ähnlich lange Nutzungszeiten. Vorkriegsmasten seien in ganz Europa in großer Zahl anzutreffen.

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