Konzentration

RWE gibt Tankstellengeschäft an Deutsche Shell ab

RWE setzt die klare Fokussierung auf seine Kerngeschäfte Strom, Gas, Wasser und Entsorgung weiter fort und trennt sich von seinem 50-prozentigen Anteil an der Shell & Dea Oil GmbH. Der Verkaufspreis liegt bei nahezu 1,35 Milliarden Dollar. Die Restrukturierungskosten bei Shell & DEA Oil GmbH werden nun in vollem Umfang von Shell übernommen.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Die RWE Dea AG hat gestern ihren 50-prozentigen Anteil an der Shell & DEA Oil GmbH an Shell verkauft. Die Übertragung erfolgt mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Juli 2002. Der Verkaufspreis liegt bei nahezu 1,35 Milliarden Dollar. Die Restrukturierungskosten bei Shell & DEA Oil GmbH werden nun in vollem Umfang von Shell übernommen. RWE überträgt damit seine Downstreamaktivitäten, also die Mineralölverarbeitung und den Verkauf von Mineralöl- und Petrochemieprodukten, vollständig auf Shell.

Bereits bei Gründung des Joint Ventures Shell & DEA Oil in 2001 hatten die Vertragspartner die Möglichkeit einer Mehrheitsbeteiligung von Shell spätestens ab 2004 vereinbart. Mit der gestern vereinbarten Trennung von seinen Aktivitäten in diesem Bereich setzt der RWE-Konzern die klare Fokussierung auf seine Kernbereiche zügig fort. Dr. Dietmar Kuhnt, Vorstandsvorsitzender der RWE AG: "Für uns ist es wichtig, den Bereich Raffinerien und Tankstellen in eine zukunftsweisende Lösung einzubringen. Synergien zu den RWE-Kerngeschäften Strom, Gas, Wasser und Entsorgung sind so gut wie nicht vorhanden." Der Upstreambereich, also die Exploration und Produktion von Erdöl und Erdgas, gehört über die Führungsgesellschaft RWE Dea weiterhin zum Kerngeschäft der RWE.

An dem Joint Venture Shell & DEA Oil waren beide Partner zu je 50 Prozent beteiligt.

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