Prüfung angekündigt

RWE Gas: Kommunen streiten noch immer mit Roels

Doch keine Einigung: Die kommunalen Aktionäre von RWE Gas sind noch immer nicht einverstanden mit der Zusammenlegung von RWE Gas mit RWE Plus und RWE Net zu RWE Energy. Jetzt drohen sie RWE-Chef Harry Roels mit einer öffentlichkeitswirksamen detaillierten Prüfung der Geschäftszahlen durch einen neutralen Wirtschaftsprüfer.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Die 45 kommunalen Aktionäre von RWE Gas setzten RWE-Chef Harry Roels weiter unter Druck: Im Zuge der geplanten Zusammenlegung einiger Geschäftsbereiche und der Halbierung der 13 Führungsgesellschaften drohen die westfälischen Kommunen laut "WirtschaftsWoche" mit einer "Due Diligence", einer detaillierten Prüfung der Geschäftszahlen. Dadurch soll der exakte Wert der einzelnen Gesellschaften festgestellt werden.

Um Kosten zu sparen, bekommt der größte deutsche Energieversorger RWE zum 1. Oktober eine neue Konzernstruktur. Sie sieht u.a. eine Verschlankung des Konzerns, den Abbau von 1000 Stellen und die Zusammenlegung von Strom und Gas und damit von Erzeugung und Vertrieb vor. Dagegen wehren sich allerdings die kommunalen Aktionäre von RWE Gas, die sogar über eine Sperrminorität verfügen. Mitte August sah es zunächst nach einer Annäherung aus, jetzt allerdings scheinen die Fronten erneut verhärtet. Daher soll ein neutraler Wirtschaftsprüfer eingeschaltet werden. Die Kommunen versprechen sich davon eine öffentlichkeitswirksame Feststellung der Firmenwerte, woraus dann wiederum die Entschädigungssumme resultieren soll.

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