RWE forciert die Entwicklung der Brennstoffzelle

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com
Der RWE-Konzern, Essen, wird in Kooperation mit namhaften Herstellern die Weiterentwicklung der umweltfreundlichen Brennstoffzellen-Technologie konsequent vorantreiben. Dr. Dietmar Kuhnt, Vorstandsvorsitzender der RWE AG: "Wir glauben, dass die Brennstoffzelle für die dezentrale Erzeugung von Strom und Wärme einen wichtigen Platz im Energiemix der Zukunft einnehmen kann." Die Technologie füge sich zudem ideal in das Multi Utility-Konzept des Konzerns ein, maßgeschneiderte Lösungen für unterschiedliche Kundengruppen bereitzustellen.


In Anwesenheit von NRW-Ministerpräsident Wolfgang Clement und des Oberbürgermeisters der Stadt Essen, Dr. Wolfgang Reiniger, feiert der RWE-Konzern heute das Richtfest des Brennstoffzellen-Pavillons neben dem Meteorit-Gelände in Essen. Im Frühjahr wird hier eine Demonstrationsanlage des sogenannten SOFC (Solid Oxide Fuel Cell)-Typs von Siemens Westinghouse in Betrieb genommen. Die oxidkeramische Brennstoffzelle erzielt eine Leistung von 100 kW und produziert Strom und Wärme. Ende dieses Jahres folgt ein von der MTU Motoren- und Turbinen-Union Friedrichshafen entwickeltes MCFC (Molten Carbonate Fuell Cell) bzw. Schmelzkarbonat-Aggregat mit einer Leistung von 300 kW. Zudem soll an gleicher Stelle im Frühjahr 2002 eine Weltpremiere gefeiert werden: RWE, Thyssengas, Siemens Westinghouse und die italienische Enel wollen erstmals weltweit eine SOFC-Brennstoffzelle mit integrierter Gasturbine und Netzanbindung betreiben; diese ersetzt die im Frühjahr 2001 in Betrieb genommene 100 kW-Brennstoffzelle. Bereits im Herbst 2001 will RWE zusammen mit Vaillant untersuchen, ob sich Brennstoffzellen als Minikraftwerke für die Energieversorgung in Haushalten und im Kleingewerbe eignen. Insgesamt will RWE in den kommenden fünf Jahren eine dreistellige Millionen-Euro-Summe in Brennstoffzellenprojekte investieren.


Die umweltfreundliche Brennstoffzellen-Technologie erzeugt auf elektrochemischem Wege Strom und Wärme aus Wasserstoff und Sauerstoff. Zur Zeit gewinnt RWE den Wasserstoff aus Erdgas. Die Brennstoffzelle trägt insbesondere zur nachhaltigen Reduzierung von Kohlendioxid-Emissionen bei. Ihr Marktpotenzial allein in Deutschland bis 2015 wird von RWE auf eine Jahreserzeugung von 65 Terawattstunden geschätzt; dies entspricht annähernd dem Jahresstromverbrauch von Belgien.

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