RWE Energie unterstützt Bau eines neuen Labors für RWTH Aachen

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com
Die Schonung fossiler Brennstoffe und den Schutz der Umwelt durch eine Verbesserung der Kraftwerkstechnik hat sich das Institut für Dampf- und Gasturbinen (IDG) an der RWTH Aachen zum Ziel gesetzt. Ein bedeutender Schritt zur Bewältigung dieser Aufgabe wird durch den Bau eines neuen Labors erreicht, mit dem die Forschung und Lehre auf dem Strömungs- und Verbrennungssektor konsequent ausgebaut werden soll. Zu dieser wissenschaftlichen Einrichtung erfolgte heute der symbolische erste Spatenstich. Das Investitionsvolumen für das Projekt beläuft sich auf rund 30 Millionen Mark. An der Finanzierung beteiligt sind der Bund, die Industrie sowie der IDG-Förderverein. Das Land NRW stellt die Liegenschaften für den Neubau zur Verfügung. Unter den Industriesponsoren übernimmt RWE Energie mit über sieben Millionen Mark den größten Anteil.


"Mit der Errichtung des neuen Labors wird die Qualität von Lehre und Ausbildung deutlich verbessert und der Stellenwert des Instituts erhöht", erklärte Initiator Prof. Dr. Dieter Bohn auf der Festveranstaltung, an der heute Gäste aus Industrie, Hochschule und Politik teilnahmen. "Nur das beispielhaft hohe Engagement der Wirtschaft hat die Realisierung dieses Projekts ermöglicht", so der Leiter des IDG. Die intensive Forschung und die daraus gewonnenen Erkenntnisse soll Unternehmen der Turbomaschinen- und Kraftwerksindustrie sowie der Energiewirtschaft ermöglichen, im internationalen Vergleich Vorteile zu erringen, die Absatzchancen deutlich zu verbessern und ihre Anteile am Weltmarkt zu erhöhen.


Die Inbetriebnahme der Anlage auf dem Gelände der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule ist für Oktober 2001 geplant. Zum Labor mit einer Grundfläche von rund 3000 Quadratmetern gehören eine große Versuchshalle, Werkstätten, Lager, Büros sowie Versorgungseinrichtungen. Ziel des Instituts ist unter anderem die Verbesserung der Energieumwandlung beim Einsatz von Gas, Öl und Kohle. Hierzu kann die Erhöhung der Effizienz von Kraftwerken einen wesentlichen Beitrag leisten. Durch eine Weiterentwicklung der Kraftwerkstechnik wird angestrebt, die bisher erreichten hohen Wirkungsgrade von maximal 58 Prozent auf 65 Prozent zu steigern. Mit ihrer Förderung wolle die Industrie zur Optimierung von Forschung und Lehre beitragen sowie den Standort Aachen stärken, sagte Dr. Gerd Jäger, Vorstandsmitglied der RWE Energie und Vertreter der industriellen Sponsorengruppe. "Diese Attraktivitätssteigerung dient auch dazu, wieder mehr junge Menschen für ein Maschinenbaustudium zu begeistern", betonte Dr. Jäger anlässlich des Baubeginns für das Labor: "Denn neben hochinteressanten Arbeitsgebieten bieten sich für Ingenieure in der Industrie wieder spürbar positivere Berufschancen."

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