RWE-DEA und Deutsche Shell bündeln ihr Mineralölgeschäft

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Die RWE-DEA Aktiengesellschaft für Mineralöl und Chemie und die Deutsche Shell GmbH, beide Hamburg, haben sich darüber verständigt, Mineralölverarbeitung, Versorgung sowie Verkauf von Mineralölerzeugnissen und in den Raffinerien hergestellten Petrochemieprodukten ("Downstream-Aktivitäten") in ein neues Gemeinschaftsunternehmen einzubringen. Unter dem Namen Shell & DEA Oil GmbH mit Sitz in Hamburg werden die beiden Partner ihre Aktivitäten zusammenführen und dabei die bestehenden Marken DEA und Shell beibehalten.


RWE-Vorstandsvorsitzender Dr. Dietmar Kuhnt: "Die Zusammenarbeit mit Shell bietet für das DEA-Downstreamgeschäft wesentlich bessere Wachstumsperspektiven im extrem wettbewerbsintensiven deutschen Mineralölmarkt." Durch die anteilige Konsolidierung des Joint Ventures ist sichergestellt, dass RWE-DEA auch zukünftig von der positiven Ertragsentwicklung im Raffineriegeschäft profitiert. Die Upstream-Aktivitäten - Aufschluss und Gewinnung von Öl und Gas - werden von RWE-DEA konsequent weiter ausgebaut. Die Vereinbarung zwischen RWE-DEA und Shell sieht vor, dass beide Gesellschaften ihre Downstream-Aktivitäten mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Juli 2001 in das neue Gemeinschaftsunternehmen einbringen, an dem die beiden Partner jeweils zu 50 Prozent beteiligt sein werden. Im Jahr 2004 hat Shell die Möglichkeit, ihren Anteil auf eine Mehrheitsbeteiligung von 51 Prozent aufzustocken. RWE-DEA kann ihren Anteil an Shell im Jahr 2003/4 verkaufen. Die Kooperation steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die zuständigen Kartellbehörden.


Das Gemeinschaftsunternehmen wird mit einer Rohölverarbeitungskapazität von 34,3 Millionen Jahrestonnen der größte Rohölverarbeiter in Deutschland und mit etwa 3200 Stationen die führende Tankstellengesellschaft am deutschen Markt. Das Unternehmen wird zusammen mit seinen Tochtergesellschaften etwa 7500 Mitarbeiter beschäftigen. Die Realisierung der erwarteten Synergien bedeutet einen schrittweisen Abbau von voraussichtlich 750 Arbeitsplätzen, im Wesentlichen in Vertrieb, Administration und Produktion.

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