RWE: Datenübertragung via Stromleitung schreitet voran

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com
Kostengünstig Telefonieren in gewohnter Qualität, Surfen im Internet zu Festpreisen, Steuerung von Hausgeräten oder Sicherheitsanlagen über die Steckdose - das kann schon bald zur Wirklichkeit werden. Denn der Stromkonzern RWE arbeitet fieberhaft an der Fertigstellung des Projekts zur Daten- und Sprachübertragung über Stromnetze (Powerline Communications, PLC). Die enormen Potenziale dieser zukunftsweisenden Technologie zeigt RWE bereits in einem Demonstrationshaus in Essen. Auf der morgen beginnenden CeBIT 2000 (24.02. bis 01.03.2000) stellt RWE ihr Powerline-Konzept vor. Zudem startet RWE anlässlich der CeBIT 2000 die Anwendung von PLC-Technik bei 200 Privat- und Geschäftskunden. Dies ist der erste großflächige Einsatz in Deutschland. Genehmigungsrechtliche Fragen mit der Regulierungsbehörde Telekommunikation werden geklärt.


RWE wird auf der CeBIT leicht handhabbare, kostengünstige PLC-Modem-Prototypen vorstellen, die für den Massenmarkt einsetzbar sind. Die Geschwindigkeit der Datenübertragung hat sich im Vergleich zum Vorgängermodul nochmals verdoppelt. Die Datenübertragungsraten liegen deutlich über ISDN-Standard. Zudem wird sich die Bandbreite der von RWE eingesetzten Systemtechnik in diesem Jahr noch einmal deutlich erhöhen. Als größter Netzbetreiber in Deutschland mit über 360 000 Kilometer Stromkabel bieten sich für RWE mit der PLC-Technik hervorragende Chancen, die den RWE-Kunden kostengünstige Einsatzmöglichkeiten bieten. Strategische Partnerschaften wie mit dem Schweizer Unternehmen Ascom werden durch zusätzliche Kooperationen, wie mit dem südkoreanischen Systemanbieter Keyin Telecom, weiter gestärkt.


Für RWE bieten sich in beiden Projekten durch das Angebot von intelligenten Dienstleistungen rund um Energie und Information vielfältige Möglichkeiten zur Gewinnung neuer Kunden im Rahmen der Multi-Utility-Konzernstrategie.

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