Studie

RWE: CO2-Abscheidung würde Strompreise dämpfen

Die Ausrüstung von Kohlekraftwerken mit CCS- Technologie würde langfristig die Strompreise entlasten. Einer Studie der Prognos AG im Auftrag von RWE kommt zu dem Ergebnis, dass die Großhandelspreise durch den Einsatz von CCS bis 2020 bis zu 22 Prozent niedriger seien als ohne die CO2-Abscheidung.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

In der Studie wurden zwei Szenarien durchgespielt, bei einem wurde von einer öffentlichen Förderung der Demoanlagen und einer gesicherten Rechtsgrundlage für den Transport und die Speicherung von CO2 ausgegangen, bei dem zweiten wurde CCS nicht eingeführt. Beide Varianten wurden mit konstantem und einmal mit einem im Vergleich zu 2005 um 15 Prozent reduzierten Stromverbrauch durchgespielt.

Demnach wirke die Einführung von CCS in der Stromerzeugung preisdämpend, wie die von RWE in Auftrag gegebene Studie zeigt. Je nachdem, ob man von einem konstanten oder rückläufigen Strombedarf ausgehe, könnte der Strom-Großhandelspreis durch den Einsatz von CCS 2030 um 17 bzw. 22 Prozent niedriger sein als ohne CCS. Ursache dafür seien hauptsächlich die niedrigeren CO2-Preise, die sich durch den Einsatz von CCS ergeben, damit ließen sich bis 2030 rund ca. 52 bzw. 66 Milliarden Euro einsparen.

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