Hauen und Stechen

RWE-Chef Großmann will offenbar den Vorstand umbauen

Der Aufsichtsrat des Essener Energieunternehmens RWE soll nach Informationen des "Spiegel" auf seiner nächsten Sitzung überraschend über einen Umbau des Vorstands abstimmen. Damit stellt Großmann bereits die Weichen für seine Nachfolge und initiiert eine Art Wettbewerb um den Chefsessel.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen/Hamburg (ddp/red) - Ausscheiden soll der bisher für das internationale Geschäft verantwortliche langjährige RWE-Manager Ulrich Jobs. Seinen Posten soll der erst 43-jährige Ex-McKinsey-Unternehmensberater Leonhard Birnbaum übernehmen, hieß es. Er war bei RWE bislang für die Strategie verantwortlich.

Mit der spektakulären Rochade möchte RWE-Chef Jürgen Großmann offenbar ein internes Wettrennen um seine eigene Nachfolge einläuten. Der RWE-Chef will das Unternehmen in etwa zwei Jahren verlassen. Als Kronprinz galt bislang RWE-Inlandschef Rolf Martin Schmitz, 52, den Großmann vor gut einem Jahr bei der Kölner RheinEnergie AG abgeworben hatte. Nach der überraschenden Benennung Birnbaums, glauben Aufsichtsratsmitglieder, dürfte nun ein harter Zweikampf um den begehrten und gut dotierten RWE-Chefsessel ausbrechen.

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