Neues Mobilitätzeitalter

RWE-Chef Großmann: 2012 Start in Ära der Elektroautos

Ausgezeichnete Perspektiven für Elektroautos in Deutschland sieht RWE-Chef Jürgen Großmann. "Im Jahre 2012 geht es richtig los", sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Im Jahre 2020 rechnet der Konzernchef dann mit 2,5 Millionen Fahrzeugen hierzulande, zehn Jahre später sogar bereits mit 15 Millionen.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Osnabrück/Essen (ddp-nrw/sm) - Elektroautos "werden in Sachen Mobilität für uns alle ein ganz neues Zeitalter einläuten". Sie böten "riesige Chancen", auch im Straßenverkehr mit der Verringerung von Lärm, Kohlendioxid und auch Kosten erfolgreich zu sein.

RWE will nach Aussagen Großmanns in den nächsten Jahren mit Hochdruck in neue konventionelle Kraftwerke und alternative Energien investieren. So werde intensiv an umweltverträglicheren Verfahren zur Stromerzeugung aus Kohle gearbeitet. Dazu komme 2014 "erstmals in der Welt" ein 450-Megawatt-Kraftwerk ans Netz, bei dem CO2 komplett abgetrennt und anschließend gespeichert werde.

Auch das Engagement in erneuerbare Energien will RWE forcieren. Bis 2012 soll die Erzeugungskapazität auf 4500 Megawatt vervierfacht werden, eine Leistung, die der von sechs konventionellen Kraftwerken entspreche, sagte Großmann.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Industriebetrieb

    Deutlich geringerer Energieverbrauch bis 2040

    Der Energieverbrauch in Deutschland wird bis 2040 um rund ein Drittel sinken, schätzt der Energiekonzern ExxonMobil. Vor allem beim Kraftstoff und bei der Heizenergie werde der Verbrauch durch mehr Effizienz zurückgehen.

  • Stromrechnung

    Talfahrt bei RWE und Eon: Gibt es noch Lichtblicke?

    Die beiden Stromriesen RWE und Eon stecken in der Klemme. Beim Umstieg auf erneuerbare Energien hinken beide Firmen hinterher. Werden das bald die Stromkunden mit steigenden Preisen ausbaden müssen?

  • Stromtarife

    RWE-Chef setzt auf Kohle und Atomkraft

    RWE setzt weiterhin auf einen Energiemix mit Kohle und Atomkraft. Die Braunkohlereserven reichen noch 70 Jahre und könnten noch beliebig ausgeweitet werden, so Großmann. Auch Kernenergie sei aus dem Energiemix der Zukunft nicht wegdenken, daher investiere der Konzern in osteuropäische Kraftwerksprojekte.

  • Energieversorung

    Greenpeace protestiert in Brandenburg gegen Energiepolitik

    Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat vor der Potsdamer Staatskanzlei gegen die ihrer Ansicht nach verfehlte Energiepolitik der Landesregierung protestiert. Die rund 25 Aktivisten hängten am Montag ein Banner mit der Aufschrift "Braunkohle zerstört unsere Zukunft, Herr Platzeck!" auf.

  • Stromtarife

    Gabriel verteidigt im Bundestag Neubau von Kohlekraftwerken

    Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) hat im Bundestag den Neubau von Kohlekraftwerken verteidigt. Allein der Ausbau erneuerbarer Energien reiche nicht aus. Es müsse allerdings ein niedrigerer Kohlendioxid-Ausstoß erreicht werden - der Emissionshandel soll's richten.

Top