Quartalsbericht

RWE: Betriebliches Ergebnis 33 Prozent über Vorjahr

Der Energiekonzern RWE hat sein betriebliches Ergebnis im Kerngeschäft in den ersten drei Monaten dieses Jahres um 51 Prozent gesteigert. Dazu haben auch die Neuerwerbungen, etwa Innogy oder American Water beigetragen. Zudem ist der Auslandsumsatz erstmals auf Höhe des deutschen Geschäftsvolumens. So erwartet der Konzern weiterhin ein zweistelliges Plus für Gesamtjahr.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Der größte deutsche Energiekonzern RWE hat jetzt das erste Quartal des Geschäftsjahres 2003 bilanziert. Das betriebliche Ergebnis des Konzerns stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 33 Prozent auf 1,75 Milliarden Euro, im Kerngeschäft betrug der Zuwachs 51 Prozent. Der britische Versorger Innogy steuerte 237 Millionen Euro bei, die Gasaktivitäten in der Tschechischen Republik 154 Millionen Euro und der Wasserversorger American Water 80 Millionen Euro.

Das EBITDA hat sich gegenüber dem Vorjahr um 35 Prozent auf 2,55 Milliarden Euro verbessert. Im Kerngeschäft legte der Konzern um 48 Prozent zu. Bereinigt um die genannten Erstkonsolidierungen erzielte RWE dort ein Plus von 12 Prozent. Im Nicht-Kerngeschäft ist das EBITDA dagegen um 59 Prozent gesunken. Das Nettoergebnis vor Firmenwertabschreibungen ging um 16 Prozent auf 681 Millionen Euro zurück, nach Firmenwertabschreibungen um 37 Prozent auf 437 Millionen Euro.

RWE hält an der Prognose für das Konzernergebnis im Gesamtjahr 2003 fest. Das betriebliche Konzernergebnis soll demnach im laufenden Geschäftsjahr zweistellig steigen. Ausschlaggebend sind die Erstkonsolidierung von American Water sowie die erstmals ganzjährige Einbeziehung von Innogy und den tschechischen Gasaktivitäten, heißt es im Quartalsbericht. Für die Geschäftsfelder Strom, Gas und Wasser erwartet der Konzern zweistellige Zuwachsraten. "Bei der Nettoverschuldung sind wir bisher von einem Höchstwert von 25 Milliarden Euro ausgegangen und hatten angekündigt, diese bis Ende diesen Jahres auf 24 Milliarden Euro zurückzuführen. Bei anhaltender Schwäche von Dollar und Pfund erwarten wir nun zum Jahresende einen Wert unter 23 Milliarden Euro."

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