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RWE bestätigt Gespräche über Kauf von Saarferngas

RWE will offensichtlich sein Gasgeschäft weiter ausbauen und verhandelt mit dem Essener Mischkonzern RAG über den Verkauf des Versorgers Saarferngas. Branchenexperten taxieren den Wert des Unternehmens auf 400 bis 500 Millionen Euro, die RAG könnte das Geld gut gebrauchen.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp-rps/sm) - Der RWE-Konzern forciert den Ausbau seiner Gassparte. Der Energiekonzern sei in fortgeschrittenen Verhandlungen über den Kauf des Versorgers Saarferngas, einer Tochter des Essener Mischkonzerns RAG, berichtet die "Financial Times Deutschland" (Montagausgabe). Dazu gebe es "konstruktive Gespräche". Die Verhandlungen seien auf einem guten Weg.

Ein RAG-Sprecher bestätigte dem Blatt, dass Gespräche mit RWE über Saarferngas stattfinden. Branchenexperten taxieren den Wert des Unternehmens auf 400 bis 500 Millionen Euro. Ein Verkauf von Saarferngas würde der Zeitung zufolge den Finanzspielraum des RAG-Konzerns erweitern. Das Unternehmen benötige Kapital, um seinen Anteil am Chemieunternehmen Degussa wie geplant deutlich von derzeit gut 50 Prozent auf mindestens 93 Prozent aufstocken zu können.

Allerdings wäre der Verkauf der Gas-Tochter nicht ausreichend. Die Erhöhung des Degussa-Anteils dürfte 3,5 Milliarden Euro kosten.

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