Hauptversammlung

RWE bekräftigt Ergebnisziele für laufendes Geschäftsjahr

RWE hat seine Ergebnisziele anlässlich der Hauptversammlung bekräftigt. Der Vorstandsvorsitzende Jürgen Großmann sagte am Mittwoch in Essen, in diesem Jahr erwarte das Unternehmen weiter das Ebitda, das betriebliche Ergebnis und das sogenannte nachhaltige Nettoergebnis auf dem Niveau des Jahres 2008.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen (ddp-nrw/red) - RWE hatte 2008 bei einem Umsatz von 49 Milliarden Euro ein Ebitda von 8,3 Milliarden Euro, ein betriebliches Ergebnis von 6,8 Milliarden Euro und ein nachhaltiges Nettoergebnis von 3,4 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Großmann sagte, dass auch RWE die ersten Auswirkungen der Wirtschaftskrise spüre, so zum Beispiel bei der Stromnachfrage. Allerdings seien die Effekte nicht dramatisch. "Wir rechnen aus heutiger Sicht nicht damit, dass Auswirkungen der Krise unser Ergebnis ernsthaft gefährden", sagte er.

Aufsichtsratschef tritt zurück

Der Aufsichtsratsvorsitzende des Essener Energieversorgers, Thomas Fischer, hat derweil überraschend seinen Rücktritt angekündigt. Bei der nächsten Aufsichtsratssitzung werde er sein Amt aus Gründen persönlicher Lebensplanung niederlegen, sagte Fischer zur Eröffnung der Hauptversammlung.

Das "Handelsblatt" berichtete unter Berufung auf das Umfeld des Kontrollgremiums, die persönlichen Gründe seien nur vorgeschoben. Fischer habe sich stattdessen zunehmend über Indiskretionen aus Aufsichtsrat und Vorstand geärgert, hieß es in der Zeitung. Zuletzt hatten verschiedene Medien über Streit unter den Aufsehern berichtet.

Fischer sagte auf der Hauptversammlung auf eine entsprechende Frage eines Aktionärsvertreters, er habe alles ihm Mögliche versucht, Indiskretionen zu verhindern. Er verwies auf den Bericht im "Handelsblatt", worin wiederum auf das Umfeld des Aufsichtsrats Bezug genommen worden sei. "Sie können sich das nicht vorstellen, wie sehr einen das nicht nur ärgert, sondern empört", sagte Fischer.

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