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RWE beantragt Stilllegung für Mülheim-Kärlich

Wie in der Vereinbarung zum Ausstieg aus der Nutzung der Kernenergie festgelegt, wird RWE das Atomkraftwerk Mülheim-Kärlich nicht wieder in Betrieb nehmen. Ein Antrag auf Rückbau wurde heute gestellt.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com
Die Essener RWE Power hat heute beim zuständigen rheinland-pfälzischen Umweltministerium den Antrag auf Rückbau des Kernkraftwerks Mülheim-Kärlich gestellt. Dies erfolgt im Rahmen der Umsetzung der gestern unterzeichneten Vereinbarung zwischen der Bundesregierung und den Energieversorgungsunternehmen. Darin hat sich RWE Power verpflichtet, auf die Wiederinbetriebnahme des Kernkraftwerks Mülheim-Kärlich zu verzichten. Der Rückbau wird voraussichtlich zehn Jahre beanspruchen.

Derzeit sind etwa 175 Mitarbeiter mit dem Nachbetrieb und den vorbereitenden Tätigkeiten für die Stilllegung des Kernkraftwerks beschäftigt. Dieser Betriebszustand endet durch Erteilung einer rechtskräftigen Genehmigung. Danach übernimmt das Eigenpersonal Aufgaben der Planung, Steuerung und Überwachung des Rückbaus der Anlage. Während der eigentlichen Abbau-Phase stehen zahlreiche Fremdfirmen der Betriebsmannschaft fachlich und dienstleistend zur Seite. RWE Power geht davon aus, dass mit dem Abbau des Kernkraftwerks Mülheim-Kärlich 2003 begonnen werden kann.

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