Aktienübernahme

RWE AG plant Squeeze-out bei Harpen AG

Das Squeeze-out-Verfahren erlaubt es Mehrheitsaktionären, die Anteile der Minderheitsaktionäre gegen Zahlung einer Barabfindung zu übernehmen. Der Essener Energiekonzern RWE will das bei der Dortmunder Harpen AG durchführen und bietet den Aktionären eine Barabfindung von 19,50 Euro je Stückaktie.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen (red) - Der Essener Energieversorger RWE AG beabsichtigt, die Aktien der außenstehenden Aktionäre der Harpen AG (Dortmund) im Rahmen eines Squeeze-out-Verfahrens zu übernehmen. Als Hauptaktionärin wird sie im Rahmen einer außerordentlichen Hauptversammlung der Harpen AG im Frühherbst 2004 einen Beschluss zur Übertragung der Aktien auf die RWE AG herbeiführen.

Die Barabfindung beträgt basierend auf dem maßgeblichen durchschnittlichen Börsenwert 19,50 Euro je Stückaktie. Der Ertragswert wird nach den Erkenntnissen aus den bereits weit fortgeschrittenen Bewertungsarbeiten unter dem Börsenwert liegen. Sollte dies entgegen den bisherigen Feststellungen nicht der Fall sein, wäre die Barabfindung entsprechend zu erhöhen.

Das Squeeze-out-Verfahren erlaubt es Mehrheitsaktionären, die Anteile der Minderheitsaktionäre gegen Zahlung einer Barabfindung zu übernehmen. Voraussetzung ist nach dem Aktiengesetz, dass der Mehrheitsaktionär mindestens 95Prozent der Aktien hält. Der RWE AG gehören rund 95,052 Prozent der Aktien der Harpen AG, die restlichen Aktien sind noch im Streubesitz.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Hochspannungsmasten

    RWE verzeichnet weiter Rekordergebnisse

    Deutschlands zweitgrößter Energieversorger RWE zeigt sich von der Wirtschaftskrise weiter unbeeindruckt und peilt für dieses Jahr ein neues Rekordergebnis an. RWE wibt erneut für eine Laufzeitverlängerung der Atommeiler und ist nach eigenen Angaben bereit, einen Teil der Mehrerlöse abzugeben.

  • Stromnetz Ausbau

    RWE schließt Essent-Übernahme ab

    RWE hat die Übernahme des größten niederländischen Versorgers Essent abgeschlossen. Alle Essent-Anteilseigner haben das RWE-Angebot angenommen, so dass RWE 100 Prozent der ausgegebenen Aktien des Unternehmens mit Sitz in Arnheim übernehmen konnte, wie RWE am Donnerstag in Essen mitteilte.

  • Stromnetz Ausbau

    Gelsenwasserübernahme: Investor gewünscht, aber nicht zwingend

    Für 835 Millionen Euro haben die Stadtwerke Bochum und Dortmund von E.ON 80,51 Prozent am Wasserversorger Gelsenwasser gekauft. Gestern stellten sie nun ihr Konzept vor. Obwohl sie die Kaufsumme aus eigener Tasche finanzieren könnten, suchen sie einen privatwirtschaftlichen Partner mit Know-how in den Bereichen Gas, Wasser und Finanzen. Aber nicht unbedingt.

  • Stromtarife

    RWE-Umbau: 1000 Stellen fallen weg

    Hinter den Kulissen des größten deutschen Energiekonzerns RWE brodelt es gewaltig. Unter dem Codenamen "Akropolis" arbeitet das Management derzeit an der Halbierung der Führungsgesellschaften. Über konkrete Pläne berichtet jetzt die WAZ. So soll die neue Struktur schon zum 1. Oktober wirksam werden und 1000 Stellen wegfallen.

  • Stromnetz Ausbau

    RWE erwirbt Anteile an Harpen und verkauft Beteiligung an STEAG

    Der Energiekonzern RWE erhöht durch den Erwerb der RAG-Anteile an der Harpen AG seinen Anteil auf etwa 95 Prozent. Dadurch soll das Engagement des Unternehmens im Bereich der erneuerbaren Energien weiter ausgebaut werden. Dafür werden 14,8 Prozent an der STEAG verkauft.

Top