Neuer Liefervertrag

Russland und Weißrussland legen Ölstreit bei

Russland und Weißrussland haben ihren seit Monaten andauernden Streit um den Preis für russische Öllieferungen beigelegt. Beide Länder hätten sich auf einen neuen Liefervertrag geeinigt, sagte der stellvertretende russische Regierungschef Igor Seschin am Mittwoch.

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Moskau (afp/red) - Im Januar 2007 hatte der Streit zwischen beiden Ländern zu einem mehrtägigen Lieferstopp geführt, der auch Deutschland und andere europäische Länder betroffen hatte.

Das neue Abkommen über russische Öllieferungen an Weißrussland sei bereits unterzeichnet, sagte Seschin russischen Nachrichtenagenturen zufolge bei einem Treffen mit Präsident Dmitri Medwedew. Bei dem Streit ging es um den Preis, den Minsk in diesem Jahr für das russische Öl zahlen soll. In den vergangenen Wochen hatten mehrere Verhandlungsrunden zwischen den beiden Nachbarländern ergebnislos geendet. Weißrussland ist weitgehend von russischen Ölimporten abhängig.

Die nun geschlossene Vereinbarung enthält nach den Angaben des stellvertretenden russischen Regierungschefs Abmachungen über die Lieferung von russischem Öl an Weißrussland und die Festlegung des Preises. Demnach ist in dem Dokument auch eine "Garantie" enthalten über den reibungslosen Transit des Öls aus Russland über Weißrussland in andere Staaten.

Im Januar 2007 hatte der Streit zwischen beiden Ländern zu einem mehrtägigen Lieferstopp geführt. Deutschland und andere europäische Länder erhielten kein russisches Öl mehr durch die Pipeline "Druschba" (Freundschaft), Raffinerien mussten ihre Produktion herunterfahren. Minsk wehrte sich vor allem gegen einen von Moskau geforderten Zoll auf das Öl.

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