Kaukasus-Konflikt

Russland erwägt ein Stop der Öllieferung in den Westen

Durch den Konflikt zwischen Russland und Georgien sind die Rohstofflieferungen nach Deutschland möglicherweise gefährdet. Durch drohende EU-Sanktionen erwägt Russland einem Zeitungsbericht zufolge eine Drosselung seiner Öllieferungen in den Westen.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

London (ddp/red) – Die britische Zeitung "Daily Telegraph" berichtete am Freitag, in Moskau zirkulierten Berichte, wonach die Ölgesellschaften vom Kreml die Anweisung erhalten hätten, eine Kürzung der Lieferungen an Deutschland und Polen durch die Pipeline "Druschba" vorzubereiten.

Das Blatt berichtete weiter unter Berufung auf einen führenden Branchenvertreter, die Lukoil-Mitarbeiter sollten darauf vorbereitet sein, die Öllieferungen möglicherweise bereits am Montag zu stoppen. Ein Sondergipfel der EU ist für Montag in Brüssel einberufen worden, bei der über die möglichen Sanktionen gegen Russland gesprochen werden soll.

Laut der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Freitagausgabe), erwäge die Bundesregierung den Aufbau nationaler Erdgasreserven, um im Falle von Lieferunterbrechungen die Versorgung gewährleisten zu können.

Russland wird Energielieferungen einhalten

Nach Aussage eines Regierungssprechers wird Russland die mit dem Ausland eingegangenen Lieferverträge für Energie erfüllen. "Russland war, ist und wird auch weiterhin Europas zuverlässigste Energiequelle bleiben", sagte ein Sprecher des russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin am Freitag der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires. Zu dem Artikel in der britischen Zeitung "Daily Telegraph", nach dem Russland die Öllieferungen in den Westen in Reaktion auf drohende EU-Sanktionen drosseln könne, wollte sich der Sprecher nicht äußern.

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