Hindernisse ausgeräumt

Russische Erdgaslieferung nach China rückt näher

Die Verhandlungen über die Lieferung riesiger Erdgasmengen aus Russland nach China sind am Mittwoch deutlich vorangekommen. Beide Seiten seien sich im Grundsatz über die Berechnung des Gaspreises einig geworden, sagte der russische Ministerpräsident Wladimir Putin in Peking.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Peking (afp/red) - Konkrete Preisvorstellungen nannte Putin nicht. Die Preisgestaltung war nach seinen Worten das "größte Hindernis" auf dem Weg zu einer abschließenden Einigung.

Der russische Konzern Gazprom und das chinesische Unternehmen CNPC unterzeichneten am Dienstag ein Rahmenabkommen. Gazprom-Chef Alexej Miller sagte, das Abkommen bereite die Grundlage für die Lieferung von bis zu 70 Milliarden Kubikmetern Erdgas pro Jahr an China.

Gazprom erweitert seinen Kundenstamm auch deshalb, weil die europäischen Abnehmer erklärtermaßen eine zu deutliche Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen vermeiden wollen. Nach China soll das russische Erdgas über zwei Pipelines gelangen. Die Lieferungen über die Westroute sollen laut Putin "vor 2015" beginnen.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Gasvergleich

    Kosten für Erdgasleitung Nabucco höher als erwartet

    Während sich Russen und Chinesen in punkto Gaslieferungen langsam anzunähern scheinen, wurde bekannt, dass der Bau der Erdgaspipeline Nabucco deutlich teurer wird als erwartet. EU-Energiekommissar Günther Oettinger rechne mit Kosten zwischen 10 und 14 Milliarden Euro für die rund 4.000 Kilometer lange Trasse.

  • Strom sparen

    Russland drosselt Gaslieferungen an Weißrussland (Upd.)

    Der Gasstreit zwischen Russland und Weißrussland spitzt sich zu. Im Streit um unbezahlte Gaslieferungen hat der russische Energiekonzern Gazprom am Montag damit begonnen, die Versorgung Weißrusslands schrittweise einzuschränken.

  • Strompreise

    Russland und Ukraine nehmen Gaslieferungen wieder auf

    Gazprom hat am Dienstagmorgen die Lieferung von Erdgas nach Westeuropa wieder aufgenommen. Alle Probleme bezüglich der Durchleitung des Gases durch die Ukraine und der Lieferungen an das Nachbarland seien gelöst, sagte Gazprom-Chef Alexej Miller am Dienstagmorgen in Moskau laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Itar-Tass.

  • Hochspannungsleitung

    EU warnt Russland und Ukraine vor "schweren Folgen" des Gasstreits

    Die Europäische Union hat Russland und die Ukraine vor "schwerwiegenden Folgen" des Gasstreits zwischen beiden Ländern gewarnt. Unterdessen wurden mehrere Treffen angekündigt. In Berlin hat erstmals die Arbeitsgruppe Gaswirtschaft getagt.

  • Hochspannungsleitung

    Gazprom: Einigung mit Kiew über Schuldenbegleichung

    Gazprom hat sich mit dem staatlichen ukrainischen Gasunternehmen Naftogaz auf eine teilweise Rückzahlung von dessen Schulden geeinigt. Laut Gazprom sieht die Einigung vor, dass Naftogaz bis zum 1. Dezember seine Schulden für das im September gelieferte Erdgas sowie einen Teil der Rechnung für Oktober begleicht.

Top