Gasleitung

Russisch-georgischer Konflikt ohne Auswirkungen auf Nabucco

Der Konflikt zwischen Russland und Georgien hat nach Angaben der Betreiber keinerlei Auswirkung auf den Bau der Gasleitung Nabucco zwischen Zentralasien und Europa. Die ersten Lieferungen seien nach wie vor für das Jahr 2013 vorgesehen.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

London (AFP/sm) - Nabucco liege im Plan, sagte Projektchef Reinhard Mitschek vergangenen Freitag in der "Financial Times". Eine Studie habe eine "große Nachfrage" nach dem Gas gezeigt. Der Bedarf an Erdgas in Europa werde in den kommenden 20 Jahren stark steigen. Die europäische Produktion gehe aber zurück: "Deshalb brauchen wir andere Projekte und zusätzliche Wege." Die geplante Gaspipeline South Stream von Russland nach Europa mache Nabucco nicht weniger attraktiv, fügte Mitschek hinzu. Europa brauche beide Leitungen.

Die Nabucco-Pipeline soll 3300 Kilometer lang werden, über die Türkei und die Balkanstaaten nach Österreich führen und Europa Alternativen zu russischen Erdgaslieferungen erschließen. Dem Konsortium gehören sechs Mitglieder an: RWE, der österreichische OMV-Konzern, die ungarische MOL, die rumänische Transgaz, Bulgargas aus Bulgarien und die türkische Botas.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Strom- und Gaspreise

    Opec: Krisen treiben Energiepreise in die Höhe

    Die Energiepreise werden laut Opec insgesamt teurer werden. Die Kämpfe im Irak und der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine haben sich bereits auf die internationalen Ölpreise ausgewirkt. Die USA konnte indessen durch das umstrittene Fracking die Versorgung aus eigenen Quellen steigern.

  • Gazprom

    Gazprom liefert wieder mehr Gas nach Europa

    Der Konzern teilte am Freitag in Moskau mit, sein Anteil an den Gasexporten nach Europa werde in diesem Jahr "realistischerweise" 33 Prozent betragen - und damit ein gutes Stück größer sein als 2012 mit 26 Prozent. Das liegt den Angaben zufolge vor allem an dem ungewöhnlich kalten März, auf den Europa nicht vorbereitet gewesen sei.

  • soziales Netzwerk

    1&1 DSL: 1000-Minuten-Tarif für 50 Auslandsziele

    Neukunden von 1&1 bekommen auch im September Startguthaben bei den Doppelflat-Angeboten. Zudem hat der Provider eine Quasi-Auslands-Flatrate sowie neue Tarife für die mobile Internetnutzung vorgestellt.

  • Energieversorung

    Russland erwägt ein Stop der Öllieferung in den Westen

    Durch den Konflikt zwischen Russland und Georgien sind die Rohstofflieferungen nach Deutschland möglicherweise gefährdet. Durch drohende EU-Sanktionen erwägt Russland einem Zeitungsbericht zufolge eine Drosselung seiner Öllieferungen in den Westen.

  • Festnetzanschluss

    Mit 01083 für einen Cent ins Ausland telefonieren

    In viele Länder Europas sowie in die USA und nach Kanada kann man bis Ende Februar über die Vorwahl 01083 für einen Cent pro Minute telefonieren. Zudem hat 01083 den Minutenpreis in die deutschen Handynetze drastisch gesenkt.

Top