RuDEA-Gründung

Russisch-Deutsche Energieagentur für mehr Energieeffizienz

Künftig werden russische und deutsche Unternehmen im Bereich der umweltschonenden Energiegewinnung und -nutzung enger zusammenarbeiten. Wie die halbstaatliche Deutsche Energie-Agentur (Dena) mitteilte, ist dafür die Russisch-Deutsche Energie-Agentur (RuDEA) am Donnerstag in München gegründet worden.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin (ddp.djn/red) - Ziel von RuDEAsei es, "die Energieeffizienz auf der gesamten Wertschöpfungskette zu steigern und die Nutzung regenerativer Energiequellen in Russland mit Hilfe von deutschem Know-how zu beschleunigen." Hierbei liege der Schwerpunkt auf energieeinsparenden Gebäudesanierungen, Effizienzmaßnahmen in Industriebetrieben und innovativen Technologien bei der Strom- und Wasserversorgung.

Enormes Energiespar-Potenzial

Durch eine effizientere Nutzung könnte Russland nach Angaben des russischen Energieministeriums bis 2020 rund 40 Prozent seines Energieverbrauchs einsparen. Das sei die doppelte Menge an Energie, die Russland derzeit in Form von Erdgas nach Westeuropa exportiere.

Deutsche zu 40 Prozent beteiligt

Die Dena hält 40 Prozent an Rudea. Zweiter Gesellschafter ist mit 60 Prozent das russische Unternehmen Energy Carbon Fund. Die Rudea-Gründung wurde im Oktober 2008 bei den deutsch-russischen Regierungskonstellationen in St. Petersburg verabredet und von Bundeswirtschaftsminister Karl Theodor zu Guttenberg (CSU) und dem russischen Energieminister Sergej Schmatko vorangetrieben.

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