Rettung

Russen helfen Alaska mit Heizöl-Notlieferung

Ölknappheit mal anders: Mit einer Heizöllieferung per Schiff rettet ein russischer Tanker die Bewohner in Nome in Alaska. Die rund 3500 Menschen waren tagelang wegen einer dicken Eisschicht von der Außenwelt abgeschnitten. Die Hilfsaktion, die einer Sondergenehmigung bedurfte, nimmt mehrere Tage in Anspruch.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Nome (afp/red) - Die Einwohner der von der Außenwelt abgeschnittenen Stadt Nome in Alaska können aufatmen: Nach einer ungewöhnlichen Hilfsaktion beliefert ein russischer Tanker seit Montagabend die 3500 Einwohner mit dem seit Wochen dringend benötigten Heizöl.

Abpumpen dauert etwa zwei Tage

Es werde mindestens 45 Stunden dauern, bis alle 3,8 Millionen Liter abgepumpt seien, teilte die US-Küstenwache mit. Der russische Tanker hatte sich zuvor tagelang mit der Unterstützung eines US-Eisbrechers durch die vereiste Beringstraße gekämpft, um die Stadt mit der sehnlich erwarteten Lieferung zu versorgen.

Hintergrund

Die Hafenstadt Nome hatte vor Winterbeginn wegen eines Sturms nicht die übliche Heizöllieferung erhalten. Jetzt ist die Stadt durch eine dicke Eisschicht vom Schiffsverkehr abgeschnitten, nur die komplexe Rettungsaktion konnte den Einwohnern noch helfen. Für diese brauchte der russische Frachter eine Sondergenehmigung - normalerweise erlaubt das US-Recht solche Lieferungen nur amerikanischen Schiffen.

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