Ministererlaubnis

Ruhrgas gliedert Transportgeschäft aus

Die E.ON-Konzerngesellschaft Ruhrgas AG wird zum 1. Januar 2004 ihr Transportgeschäft in die "Ruhrgas Transport AG & Co. KG" ausgliedern. Damit erfüllt E.ON eine weitere Auflage der Ministererlaubnis zum Zusammenschluss von E.ON und Ruhrgas. Darin hatte das Wirtschaftsministerium u.a. die Eigenständigkeit des Transportsgeschäft vorgeschrieben.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Das neue Tochterunternehmen Ruhrgas Transport (RGT) wird für das gesamte Transportgeschäft der Ruhrgas verantwortlich sein, das heißt, auch der eigene Handel wird Transportkunde. Als Netzbetreiber erhält Ruhrgas Transport Verfügungshoheit über das Ruhrgas-Netz und wird auch für den künftigen Ausbau der Infrastruktur weitreichende Befugnisse haben. Ruhrgas Transport wird mit einem Eigenkapital von 100 Millionen Euro ausgestattet. Die neue Tochtergesellschaft wird von der Ruhrgas AG getrennte Büroräume beziehen. Mit diesem Konzept der Eigenständigkeit des Transportgeschäfts soll die Auflage der Ministererlaubnis erfüllt und insbesondere auch die Vertraulichkeit des Transportgeschäftes sichergestellt werden.

Sprecher der Geschäftsführung der Ruhrgas Transport wird Hans-Peter Floren (42), der das Transportgeschäft der Ruhrgas auch bisher als Direktor geleitet hat. Außerdem wird Jürgen Schneider (47) als Geschäftsführer bestellt. Floren und Schneider sind bereits seit vielen Jahren bei Ruhrgas in verschiedenen Funktionen tätig. Zudem werden knapp 50 Mitarbeiter der Ruhrgas AG werden zur Ruhrgas Transport wechseln. Alle für ein eigenständiges Transportgeschäft wichtigen Funktionen werden von der neuen Gesellschaft abgedeckt: Dazu gehören neben der Betreuung der Transportkunden und dem Transportmanagement auch die Transportabrechnung, die Gestaltung der Netzzugangsentgelte, Transportvertragsrecht sowie Planung und Controlling. Andere Leistungen bezieht Ruhrgas Transport über einen Dienstleistungsvertrag von der Ruhrgas AG.

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