HAW-Glaskokillen

Rücktransport von radioaktiven Abfällen aus Frankreich genehmigt

Das Bundesamt für Strahlenschutz hat "nach intensiver Prüfung" den Transport von zwölf Castor-Behältern von La Hague nach Gorleben genehmigt. Die Genehmigung ist bis Jahresende gültig. Der genaue Transporttermin steht noch nicht fest, muss aber mit den Innenministerien jener Länder abgesprochen worden, durch die der Transport rollt.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat den am 27. Januar dieses Jahres beantragten Transport von zwölf Behältern mit HAW-Glaskokillen von der Cogema in La Hague zum Transportbehälterlager (TBL) Gorleben genehmigt. Die Genehmigung wurde erteilt, nachdem "nach intensiver Prüfung" die Erfüllung der Genehmigungsvoraussetzungen nach Paragraph 4 Atomgesetz festgestellt worden war.

Durch Auflagen in der Genehmigung werde sichergestellt, dass die international festgelegten Grenzwerte für radioaktive Kontaminationen der Oberfläche der Transportbehälter eingehalten werden. Dazu habe man konkrete Maßnahmen zur Kontaminationsvermeidung und -kontrolle sowie zu Transportdokumentation und Meldepflichten festgelegt. Auch bei diesen Transporten werden - wie bereits beim HAW-Transport im vergangenen Jahr - Behälter vom Typ CASTOR HAW 20/28 CG eingesetzt.

Wann von der erteilten Genehmigung Gebrauch gemacht wird, liegt bei der Genehmigungsinhaberin, der Nuclear Cargo+Service GmbH. Die Genehmigung ist bis zum 31. Dezember dieses Jahres befristet. Der konkrete Transporttermin muss mit den Innenministerien der vom Transport berührten Länder, gemäß weiterer Auflagen des BfS, vor Transportbeginn abgestimmt werden.

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  • Das Bundesamt für Strahlenschutz online:
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