Fehlende Seiten

RP räumt Panne bei Auslegung der Staudinger-Unterlagen ein

Bei der Auslegung der Unterlagen im Raumordnungsverfahren für das umstrittene neue Kohlekraftwerk Staudinger in Großkrotzenburg hat es eine Panne gegeben. Diese fiel einem interessierten Bürger in Hainburg rein zufällig auf.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Darmstadt (ddp/sm) - Im sogenannten Band E fehlten sechs Seiten, bei denen es unter anderem um die Erörterung räumlicher Alternativen für das Kohlekraftwerk gehe, räumte das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt am Freitag ein. Die fehlenden Unterlagen sollen den Kommunen nun am Montag zugesandt werden.

Der Fehler war einem Bürger in Hainburg beim Sichten der Akten aufgefallen. Offenbar habe es beim Ausdrucken der Unterlagen Probleme gegeben, sagte ein RP-Sprecher auf ddp-Anfrage. In der Online-Version der Unterlagen seien die Seiten vorhanden. Ob die Panne nun rechtliche Konsequenzen habe und die Frist für die Offenlegung verlängert werde, soll ebenfalls am Montag entschieden werden.

Bislang sollen die Unterlagen vom 2. Januar bis 2. Februar 2009 beim Regierungspräsidium und den betroffenen Kommunen in Hessen und Bayern für jedermann zur Einsicht ausliegen. Bis 16. Februar können Kommunen und Privatpersonen beim Regierungspräsidium Stellung nehmen.

Im Raumordnungsverfahren wird geprüft, ob das vom Energiekonzern E.ON geplante Kohlekraftwerk raumverträglich umgesetzt werden kann. Gegen das Projekt hatte es in den vergangenen Monaten immer wieder Proteste von Umweltschützern gegeben.

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